Nicht immer ist es einfach, wenn man Vermögen auf dem Konto hat. Schließlich ist es eine mehr als große Herausforderung in der heutigen Zeit, sein Geld richtig anzulegen. Haben auch Sie sich schon darüber geärgert, dass kaum noch Zinsen bei Banken und Finanzdienstleistern bezahlt werden? Genau dieser Sachverhalt macht es für viele Sparer schwer, sich für die richtige Geldanlage zu entscheiden. In unserem kleinen Ratgeber finden Sie gute Möglichkeiten, wie Sie auch Ihr Vermögen schützen und optimal anlegen dürfen. Neugierig?

„Ich lege mein Geld jetzt unters Kopfkissen“ – ist das die Lösung?

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Haben auch Sie es sich schon oft gedacht, dass das Geld unter dem Kopfkissen oder zu Hause in der Schublade besser angelegt ist als bei einer Bank? Verständlich ist es allemal, dass immer mehr Verbraucher zum Entschluss kommen: Ich werde jetzt gar kein Geld mehr zur Bank bringen! Mehr als fraglich ist es jedoch, ob man hier wirklich die genau richtige Lösung findet. Schließlich sind hohe Bargeldreserven, die Sie zu Hause aufbewahren, auch ein großes Risiko. Warum?

Ganz einfach: Die Einbrüche in Deutschland steigen vor allem zur trüben und dunklen Jahreszeit wieder deutlich an. Gerade ältere Menschen, die manchmal alleine Leben, besitzen hohe Vermögensbestände. Somit ist das Diebstahlrisiko sehr groß, wenn Sie einem Einbruch zum Opfer fallen. Außerdem bestehen weitere Gefahren, wenn man hohe Euro-Summen zu Hause bunkert. Was ist, wenn es brennt? Können Sie allen Menschen, die sich bei Ihnen zu Hause aufhalten, wirklich umfassend Ihr Vertrauen schenken?

Bargeld erwirtschaftet keinerlei Zins

Manchmal bekommt man bei der Bank zumindest noch einen geringen Zinssatz. Bei Bargeld dürfen Sie, neben den vielen lauernden Gefahren, mit keinerlei Ertrag rechnen. Daneben steigt die Inflationsrate (Geldentwertung) in Deutschland mittlerweile wieder leicht an. Somit vernichten Sie systematisch Geld, wenn die Kaufkraft abnimmt, wenn Sie es zu Nullzinsen anlegen oder Bargeldreserven bunkern.

Ein einfaches Beispiel

Sie haben eine Geldanlage von 10.000 Euro zu einem Zinssatz von 0,5 % angelegt. Das ist in der heutigen Zeit schon ein recht ordentlicher Zinsertrag, den nicht mehr allzu viele Banken bezahlen. Nehmen wir zusätzlich einmal an, dass die Inflationsrate 1 % beträgt. Somit sinkt die Kaufkraft Ihres Geldes in jedem Jahr um genau diesen Prozentsatz. Folgende Rechnung tut sich hierbei auf:

Geldanlage bei der Bank   10.000 €
+ Zinssatz 0,5 %                    50 €
– Inflationsrate 1,0 %          100 €

Anlageerfolg nach 1 Jahr 9.950 €

Sie sehen also: Bei der Geldanlage bei der Bank bezahlt der Verbraucher letztendlich drauf. Wenn Sie Bargeld zu Hause deponieren, wird dieser Effekt noch verstärkt. Schließlich würden Sie hierbei keinerlei Zinsen einnehmen.

Tipp: Der Spruch „Ich lege mir all mein Vermögen unter mein Kopfkissen“ ist die schlechteste Alternative in Sachen Geldanlage. Schützen Sie Ihr Geld!

Gute Möglichkeiten bei Depots – wie kann ich sie nutzen?

Jede Bank bietet mittlerweile eine Beratung an, wie man das Geld in lukrativen Sachwerten anlegen kann. Wollen aller Banker dabei nur Fonds und andere Wertpapieranlagen verkaufen? Man hört es schließlich immer wieder: Der Druck, der auf den Verkäufern in der Bank lastet, wächst immer stärker an. Bei diesem niedrigen Zinsniveau ist schließlich die Ertragsspanne für die Banken und Finanzinstitute nicht mehr allzu hoch. Umso mehr zählt der Provision-Ertrag, den jede Bank generiert. Je höher die Provisionen für die Banken, desto besser ihre Ertragslage. Gerade bei Depotanlagen und Investmentfonds verdient die Bank meist einen guten Ertrag.

Diesen Ertrag müssen Sie letztendlich als Kunde bei der Bank erzielen, wenn Sie Produkte und Wertpapieranlagen in Ihr Depot kaufen. Allerdings sollten Sie keinesfalls pauschal aus diesem Grunde alle Anlagen in Form von Wertpapieren grundsätzlich ablehnen. Nicht alle Banker sind schlecht oder achten ausschließlich auf den Vorteil der Bank.

Viele Depotanlagen sind unter dem Strich auch optimal für den Verbraucher. Schließlich kann man mit Sachwerten nachhaltig Geld verdienen, das einen guten Zinsertrag bringt. In der Summe kann sich natürlich auch jeder Verbraucher selbst im Internet darüber informieren, welche Werte er sich in sein Depot legen will. Hier werden oft günstigere Angebote aufgezeigt als Sie dem Banker abkaufen können. Sie sind interessiert an neuem Input in Sachen Vermögensanlage? Informieren Sie sich zu diesem Thema einfach auf folgender Seite: https://www.brokervergleich.net/broker/flatex

Im Depot verschiedene Werte verwahren – wie geht das?

Ein Wertpapierdepotkonto ist allenfalls eine Grundlage, beinhaltet jedoch noch keinerlei Kaufentscheidung oder Detailanlage. Sie können es sich wie beim Girokonto vorstellen: Sie eröffnen das Konto. Die Umsätze, die über dieses Konto abgewickelt werden, haben Sie letztendlich selbst in der Hand.

Ähnlich ist es beim Depot: Wer ein Depot besitzt, kann hierin verschiedene Anlageformen verwahren lassen. Egal, ob Sie eine Anleihe, eine Anlage in einer fremden Währung, ein Zertifikat, einen Aktienfonds oder diverse einzelne Aktien in Ihrem Depotkonto verwahren: Meist kostet das Depotkonto ein paar Euro Gebühren. Dies Gebühren schwanken je nach Anbieter. Bitte informieren Sie sich stets im Vorfeld über alle anfallenden Depotkosten, die für Sie entstehen können. Diese Verwahrgebühren für das Depotkonto haben keinesfalls mit einzelnen Kosten für Fonds, Aktien oder Anleihen zu tun.

Sind Investmentfonds mit Ausgabepreis wirklich lukrativ?

Sofort stellt sich sicher bei vielen Lesern die Frage: Was ist ein Investmentfonds mit einem festen Ausgabeaufschlag? Es ist ganz einfach: Viele Banken und Investmentgesellschaften kassieren erst einmal einen Zuschlag, der als Ertrag bei der Bank hängenbleibt. Neben diesem Ausgabepreis entstehen zusätzliche Fondskosten, die meist jährlich berechnet werden. Natürlich ist die Kostenstruktur alleine nicht für den Anlageerfolg für den Verbraucher verantwortlich. Dennoch muss jeder Mensch erkennen, dass bei einer Anlagesumme von 10.000 € und einem Ausgabepreis von 5,00% schon einmal 500 Euro an Gebühren berechnet werden. Wenn der Fonds im Durchschnitt 1 % Ertrag im Jahr erwirtschaftet, muss das Geld erst einmal 5 Jahre angelegt werden, damit dieser Preis verdient ist. An diesem Beispiel ist zu erkennen: Alleine bei Fonds mit hohen Ausgabekosten sollte man unbedingt einen sehr langfristigen Anlagehorizont mitbringen.

Dennoch rechnet sich auf ca. eine Laufzeit von 10 Jahren oder mehr die Fondsanlage mit einmaligem Ausgabepreis oft besser, als wenn hohe, jährliche Fondskosten die Performance der Investmentanlage reduzieren. Somit gibt es auch in der Frage ob es grundsätzlich nicht zu empfehlen ist, eine Fonds mit einmaligen Ausgabepreis zu erwerben, keine pauschale Antwort. Es kommt immer darauf an, wie lange Sie ihr Geld für sich arbeiten lassen möchten und welche Sachwerte gekauft werden.

Letztendlich ist genau die Rendite, die unterm Strich (nach Abzug aller Kosten) für Sie übrigbleibt, dafür entscheidend, welche Anlageerfolg Sie erzielen. Allerdings sollten Sie beim Berater der Bank sich stets über alle anfallende Kosten und Preise genau informieren. Diese Preise, die von Ihnen zu erbringen sind, stehen auch im Beratungsprotokoll, das seit einigen Jahren in Sachen Depotberatung zur Pflicht geworden ist.

Blick in die Zukunft

Preise hin, Gebühren her: Wer auf Dauer sein Vermögen ertragreich anlegen will, kann auf die solide Sachwertanlage nicht verzichten. Schließlich sind Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien alleine schon wegen der Dividendenrendite oft eine Investition wert. Natürlich sollte man stets die Risiken mit einkalkulieren, dass eine Aktienanlage Wertschwankungen mit sich bringt. Doch auch Immobilien oder Rohstoffe sind gute Möglichkeiten, damit Ihr Vermögen solide und gut für Sie arbeiten kann. Schließlich steigen oft die Preise und Mieterträge bei Immobilien an. Auch der Goldpreis entwickelt sich, auf eine sehr lange Sicht betrachtet, meist sehr gut.

Somit sehen Sie: Diese Gegebenheiten sprechen alle dafür, dass Sie gegen die Niedrigzinspolitik in Europa selbst etwas unternehmen können, wenn Sie Geld bei der Vermögensanlage verdienen möchten. Seit einigen Jahren wird, völlig zurecht, gepredigt: Sachwerte, Sachwerte und nochmals Sachwerte. Nur mit dieser Form der Geldanlage können Sie auf Dauer Geld verdienen, wenn die Zinsen nicht einmal die Inflationsrate erwirtschaften.

Was wird die Zukunft in Sachen Zinsen bringen?

Natürlich kann man niemals genau vorausplanen, welche Zinssätze zu welchen Jahren gezahlt werden. Was die Zukunft genau bringen wird, kann niemand bei allen Vermögensanlagen im Vorfeld sehen. Schließlich sitzt auch kein Wirtschaftsexperte oder der Banker mit der Glaskugel am Schreibtisch und weiß, welche Geldanlage in der Zukunft den besten Ertrag bringt.

Fakt ist jedoch, dass eine gute Mischung aus verschiedenen Anlageprodukten eine gute Strategie darstellen, wenn Sie Ihr Geld vermehren möchten. Sachwerte gehören auf Dauer unbedingt mit dazu.

Fazit

Welche Art von Anlageform begeistert Sie besonders? Je risikoreicher Ihre Anlageformen, die Sie auswählen, desto stärker steigen auch all Ihre Chancen! Im Grundsatz gilt: Die richtige Mischung im Vermögen ist auf Dauer das, was dem Anleger ein gutes Gefühl vermittelt. Welches Mischverhältnis ist für Sie persönlich dabei das Richtige?

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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