In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 konnte der Villeroy & Boch-Konzern seinen Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % auf 578,4 Mio. € steigern. Auf konstanter Kursbasis, d.h. auf Grundlage unveränderter Währungskurse im Vergleich zum Vorjahr, stiegen die Umsatzerlöse um 2,6 %. Der Nettoumsatz auf dem deutschen Heimatmarkt wuchs um 3,2 % auf 166,0 Mio. €. Der Auslandsumsatz lag mit 412,4 Mio. € um 3,6 % über dem Vorjahreswert von 398,0 Mio. €.

Der Auftragsbestand zum 30. September 2015 erhöhte sich im Vergleich zum 1. Januar des laufenden Jahres deutlich um 17,2 Mio. € auf 68,6 Mio. € – davon entfiel mit 51,6 Mio. € der Großteil auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness.

Das operative Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) stieg von Januar bis September 2015 um 1,1 Mio. € bzw. 5,5 % auf 21,1 Mio. €. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf Effizienzverbesserungen im Produktionsnetzwerk sowie – dank einer Verbesserung im Produkt- und Ländermix – auf die Optimierung der Umsatzqualität zurückzuführen.

Im Rahmen des Immobilienprojekts Gustavsberg (Schweden) konnten bis zum 30. September 2015 insgesamt drei Grundstücke an die Gemeinde Värmdö veräußert und damit ein Sonderertrag von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) erzielt werden. Aufgrund des geringeren Sonderertrags wird ein im Vergleich zum Vorjahr niedrigeres Gesamt-EBIT von 22,1 Mio. € (Vorjahr: 23,2 Mio. €) ausgewiesen. Der Konzern geht unverändert davon aus, dass sich der Gesamtertrag aus dieser Immobilientransaktion auf rund 17 Mio. € belaufen wird, wovon bereits 12,8 Mio. € realisiert wurden.

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness steigerte seinen Umsatz zum Ende des dritten Quartals 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 14,0 Mio. € bzw. 3,9 % auf 370,1 Mio. €. Auf konstanter Kursbasis betrug der Umsatz sogar 373,9 Mio. €, was einem Umsatzanstieg von 5,0 % entsprach. Die wesentlichen Währungseinflüsse resultierten aus negativen Veränderungen in den Währungen Russischer Rubel und Schwedische Krone.

Quelle:  Villeroy & Boch AG |

Quelle: Villeroy & Boch AG 

Zur positiven Umsatzentwicklung bei den keramischen Produktkonzepten trugen vor allem die starke Nachfrage in den Segmenten spülrandlose DirectFlush-WCs sowie ViClean-Dusch-WCs und die Einführung neuer Mainstream-Serien bei.

Im Heimatmarkt Deutschland konnte der Umsatz im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres um 5,2 % gesteigert werden. Die deutlichsten Umsatzsteigerungen im Ausland wurden in Großbritannien (+24,4 %) und den Golfstaaten (+23,0 %) erzielt. In Frankreich (-7,6 %) und Italien (-6,7 %) haben sich die Umsätze aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum weiter rückläufig entwickelt, wobei sich diese Märkte im dritten Quartal jedoch stabilisiert haben.

Der Unternehmensbereich Tischkultur erreichte von Januar bis September 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 208,3 Mio. €, was einem Zuwachs von 5,6 Mio. € bzw. 2,8 % entspricht. Auf konstanter Kursbasis lag der Umsatz mit 199,4 Mio. € leicht unter dem Vorjahr. Signifikante Währungseinflüsse resultierten aus Veränderungen des US-Dollars, des Britischen Pfunds und des Schweizer Franken.

Während der Umsatz im Unternehmensbereich Tischkultur in Deutschland nahezu auf Vorjahresniveau lag, konnten im Ausland insbesondere in Japan (+31,6 %), Norwegen (+26,1 %), Kanada (+18,8 %) und Australien (+9,3 %) wesentliche nominale Umsatzzuwächse erzielt werden.

In den ersten neun Monaten 2015 hat der Villeroy & Boch-Konzern 16,3 Mio. € investiert (Vorjahr: 30,2 Mio. €). Davon entfiel mit 73,0 % der größere Teil auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness, wo die Investitionen hauptsächlich in Modernisierungsmaßnahmen sowie in neue Anlagen für die Sanitärfabriken in Mexiko, Rumänien, Ungarn und Thailand flossen. Im Unternehmensbereich Tischkultur wurde überwiegend in die eigenen Einzelhandelsgeschäfte investiert. Die hohe Investitionssumme des Villeroy & Boch-Konzerns im Vorjahr erklärt sich vor allem durch den Bau des Montage- und Logistikzentrums in Schweden.

„Für das Gesamtjahr 2015 gehen wir weiterhin von einem moderaten Wirtschaftswachstum aus. Wir rechnen damit, dass die derzeit schwache Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern wie China durch die positive Entwicklung in den USA und in weiten Teilen der Eurozone kompensiert werden kann. Auf dieser Basis und bedingt durch unseren hohen Auftragsbestand gehen wir nach wie vor von einer Steigerung des Konzernumsatzes um 3 bis 5 % aus. Für das operative Ergebnis erwarten wir unverändert eine Verbesserung von mehr als 5 %“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG. Kritisch betrachtet das Unternehmen weiterhin die Wirtschaftskrise in Russland.

Quelle: Villeroy & Boch AG |

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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