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Sicherheitsbewusste Anleger sollten sich vorsichtig positionieren

Luxembourg – Sicherheitsbewusste Sparer haben es in diesen Tagen nicht leicht: Die niedrigen Zinsen sind zum Risiko für einst solide Geldanlagen geworden. Die inoffizielle Inflationsrate liegt inzwischen deutlich über den Konditionen für das Festgeldsparen. Wohin also mit dem Ersparten, wenn das hart erarbeitete, angelegte Kapital immer stärker an Kaufkraft verliert – oder schlimmer noch: sogar schrumpft.

Bildquelle: Genève Invest
Bildquelle: Genève Invest

Finanzexperten raten derzeit zu Geldanlagen in Aktien oder Immobilien. Das ist an und für sich nicht falsch, aber eben nicht für jeden geeignet: Für risikobewusste Anleger ist jetzt die richtige Zeit, ihren Aktienanteil im Portfolio zu erhöhen, wenn sie es nicht ohnehin schon längst getan haben. „Konservative Anleger sollten sich wesentlich vorsichtiger positionieren und auf eine gesunde Kurskorrektur warten. Die Kurse der meisten Aktien sind schon weit gelaufen und wenig kauffreudig. Wir sehen keine fundamentalen Daten, aufgrund denen die derzeitige Entwicklung des Dax erklärbar wäre”, so Hans-Walter Müller, Portfoliomanager und Geschäftsführer der Schweizer Vermögensverwaltung Genève Invest.

In festverzinslichen Wertpapieren finden Sicherheitssparer derzeit eine fast alternativlose Anlagemöglichkeit, bei der Renditen von rund 7 Prozent netto möglich sind. Der Schuldner garantiert bei dieser Anlageform einen festen Zins während der gesamten Laufzeit und Rückzahlung des angelegten Kapitals zum Nennwert, also 100 Prozent, zum Laufzeitende. „Empfehlenswert sind Unternehmensanleihen mit mittlerer Laufzeit von drei bis fünf Jahren, da Kursgewinne in der Regel erst ab dem dritten Jahr erzielt werden. Attraktive Papiere finden wir derzeit beispielsweise im Euroraum, weil die Konjunktur anzieht und die Unternehmen solide Bilanzen vorlegen. Bei überschaubarem Risiko erwarten wir hier Renditen, die deutlich über denen deutscher Staatsanleihen liegen”, so der Vermögensverwalter. Mit Blick auf den Anlagemix ergänzt er: „Wenngleich wir auch konservativen Anlegern für ihren Anlagemix zu einem überschaubaren Risiko raten – der Leitzins wird auf absehbare Zeit niedrig bleiben – so sollte der Anteil von Anleihen auch in diesem Jahr mindestens 60 Prozent betragen.”

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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