Betriebe des produzierenden Gewerbes in Deutschland schätzen, dass sich etwa 15 Prozent ihres Energieverbrauchs wirtschaftlich vermeiden lassen. Doch nur wenige Betriebe nutzen die Vorteile von systematischem Energiemanagement. Gefördert durch das Bundesarbeitsministerium bietet adelphi individuelle Beratungen.

Quelle: adelphi

Quelle: adelphi

Berlin – Mit Beginn des Jahres 2014 sind die Anforderungen an Unternehmen gestiegen, um vom Spitzenausgleich der Strom- und Energiesteuer (Ökosteuer) zu profitieren. Seit dem Vorjahr fordert der Gesetzgeber für den Spitzenausgleich die Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001 oder EMAS. Waren 2013 die Anforderungen im Rahmen einer schrittweisen Einführung noch leicht zu erfüllen, sind sie ab 2014 anspruchsvoller geworden: Neben der Analyse der Energieträger müssen Betriebe nun ihre größten Energieverbraucher analysieren. Ab 2015 wird zusätzlich die Identifizierung und Implementierung geeigneter Maßnahmen erforderlich, um weiterhin vom Spitzenausgleich zu profitieren (siehe Infografik). Entscheidend für den Spitzenausgleich ist somit nicht zuletzt vorausschauende Planung, um die gesetzlich vorgegebenen Fristen einzuhalten. Somit empfiehlt sich der rechtzeitige Beginn der Einführung bereits im Frühjahr 2014, um zum Jahresende die notwendigen Daten zu haben.

Systematisches Energiemanagement macht sich langfristig bezahlt: Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts ISI schätzen Betriebe des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland das Einsparpotential im Energieverbrauch mit rund 15 Prozent ein. Wichtig für den Erfolg des Energiemanagementsystems sind die Wahl der geeigneten Methode, der Messpunkte und der Messtechnik. Nur mit den richtigen Mitteln erreichen Unternehmen eine genügende Auflösung und decken Verbesserungspotentiale auf.

Produzierende Mittelstandsbetriebe erhalten geförderte Beratung

Bis heute haben sich jedoch nur wenige kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im produzierenden Gewerbe mit der effizienten Energieverwendung beschäftigt. Diese Betriebe können ab sofort vom Programm „Energiesparen mit System!“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) profitieren. Ziel dieses Förderprogramms ist die Einführung vereinfachter Ansätze des Energiemanagements in KMU des produzierenden Gewerbes, wie alternative Systeme nach Anlage 2 der Spitzenausgleich-Effizienzverordnung (SpaEfV) oder regelmäßige Energieaudits nach DIN EN 16247.

Wichtiger Teil der Förderung ist die Beratung durch das Institut adelphi, das im Auftrag des BMAS kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung begleitet. Durch das Programm ist der Großteil der Beratungskosten bereits durch die Bundesförderung gedeckt, die Unternehmen zahlen lediglich eine einmalige Teilnahmegebühr von 1.000 Euro. Die Beratung wird flexibel an die Bedürfnisse der teilnehmenden Betriebe angepasst. adelphi unterstützt die zuständigen Personen und Abteilungen bei der Einführung eines geeigneten Energiemanagementsystems und berät sie bei der Beantragung des Spitzenausgleichs.

Quelle: adelphi

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: