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Gewichtseinheiten auf dem Edelmetallmarkt

Rheinstetten im Juli 2014. Gold besitzt einen derart hohen Wert, dass bereits Abweichungen von wenigen Milligramm zu einem preislichen Unterschied führen. Umso wichtiger also, das Edelmetall in exakten Maßeinheiten anzugeben. „Während auf dem weltweiten Markt die Feinunze als Messwert gilt, greifen vor allem deutsche Händler auf die hierzulande übliche Einheit Gramm zurück“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG. „Wir stellen immer wieder fest, dass Käufer sich beim Erwerb von Edelmetallen sicherer fühlen, wenn sie in für sie gängigeren Maßeinheiten denken können.“ Deshalb behauptete sich die Einheit Gramm neben der Feinunze zu einer festen Größe.

Bildquelle: www.scheideanstalt.de - Unzen Tafelbarren
Bildquelle: www.scheideanstalt.de – Unzen Tafelbarren

Maßeinheit mit Tradition

Mit der Münzprägung etablierte sich die Feinunze bereits im Mittelalter als gängige Maßeinheit. Denn sie ließ sich problemlos in Hälften, Drittel sowie Viertel teilen – die bevorzugten Handelsgrößen dieser Zeit. „Und auch heutzutage wird der aktuelle Goldpreis in US-Dollar je Feinunze angegeben“, weiß Dominik Lochmann. Im Englischen als „Troy Ounce“ bezeichnet, steht eine Feinunze dabei für rund 31,103 Gramm. Wichtig: Die angegebene Zahl stellt den exakten Edelmetallanteil von Anlageprodukten wie Goldmünzen oder -barren dar. Durch Verunreinigungen oder einen niedrigen Feingehalt variiert das tatsächliche Gesamtgewicht vor allem bei Münzen und ist entsprechend höher.

Auswirkungen auf den Edelmetallhandel

Während sich altbewährte Anlageprodukte mit den unterschiedlichen Maßeinheiten arrangieren, stellen sich neu entwickelte Waren der Herausforderung, dem Feinunzen- als auch dem Gramm-Markt gerecht zu werden. Beispiel: Die von der ESG entwickelten 5, 10, 20, 50 oder 100 Gramm Combi-Barren – bestehend aus einem 1-Gramm-Verbund von Gold, Silber, Platin oder Palladium, kamen 2011 auf den deutschen Markt. Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich diese auch Tafelbarren genannte Anlageform als Standardprodukt. „Wir stellten fest, dass die weltweite Nachfrage zwar stieg, die meisten dieser Kunden jedoch eher auf Anlageformen in der Maßeinheit Feinunze zurückgreifen“, sagt Dominik Lochmann. „Daher bieten wir für den weltweiten Markt nun auch Combi-Barren in der 1-Unzen-Variante an.“

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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