Finanzen

Dax startet positiv am Freitagmorgen: 25.008 Punkte, 0,8 Prozent unter Vortag

Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:40 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.960 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Anleger schöpfen wieder etwas Hoffnung, dass sich die Lage an den Energie- und Anleihemärkten zumindest stabilisiert. Brent verharrt bei rund 106 Dollar, während die Renditen der Staatsanleihen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben könnten. Von einer echten Entspannung kann allerdings noch keine Rede sein“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

An der Wall Street und den asiatischen Börsen hätten sich die Gewinnmitnahmen fortgesetzt. „Besonders im Technologiesektor wächst die Skepsis. Die KI-Story bekommt zunehmend Risse, nachdem OpenAI seine Umsatzprognosen gesenkt hat. Damit rückt eine Frage wieder stärker in den Mittelpunkt, die während der Rally lange in den Hintergrund gedrängt wurde: Wann werden sich die gewaltigen Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur tatsächlich auszahlen?“, so der Marktanalyst weiter.

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Die Anleger begännen zunehmend, zwischen dem technologischen Potenzial der künstlichen Intelligenz und ihrer wirtschaftlichen Rentabilität zu unterscheiden. „Der KI-Boom muss deshalb nicht vorbei sein, aber die Zeit der nahezu grenzenlosen Vorschusslorbeeren könnte es sein. Gerade bei den hoch bewerteten Halbleiterunternehmen und Hyperscalern wächst damit das Enttäuschungspotenzial“, so Lipkow.

„Neue Impulse könnten heute die Quartalszahlen von Delta Air Lines und das US-Konsumklima der Universität Michigan liefern. Entscheidend bleiben allerdings die Energiepreise und Anleiherenditen. Eine Stabilisierung allein reicht noch nicht für eine neue Aktienrally, sie könnte aber zumindest den Verkaufsdruck begrenzen. Für den Dax zeichnet sich zum Wochenschluss aus technischer Sicht eine Handelsspanne zwischen 24.900 und 25.200 Punkten ab“, so der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1231 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8904 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.195 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,09 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 103,30 US-Dollar, das waren 97 Cent oder 0,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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