Der Appetit auf Gold bleibt ungebrochen ETF Securities

James Butterfill, Head of Research bei ETF Securities kommentiert: “Der mögliche Brexit ist die sprichwörtliche Mutter aller Marktunsicherheiten. Die Kombination aus rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen, befragungstechnischen und währungsseitigen Risiken lässt jegliche kurzfristige Zuversicht vermessen erscheinen.

Quelle: ETF Securities/Yield Public Relations Deutschland GmbH

Quelle: ETF Securities/Yield Public Relations Deutschland GmbH

Wir erwarten nicht zuletzt auf der Währungsseite noch mehr Instabilität, weil sich die Brexit-Sorgen mit den Unsicherheiten hinsichtlich der US-Wahlen und der Geldpolitik der Fed vermengen. Da ein großer Teil der Wahlberechtigten im Vereinigten Königreich noch unentschlossen ist, wird die Volatilität für GBP-Währungspaare weiterhin erhöht bleiben. Das Pfund wird – wie es aussieht – gegenüber anderen bedeutenden Währungen unter Druck kommen. Wie wir beobachten, resultiert die Verunsicherung an den Märkten in einer erhöhten Nachfrage nach ’FX Hedged Products’.

Mittelfristig betrachtet eröffnet das schwache Pfund indes Kaufgelegenheiten, sobald die Unsicherheit zu schwinden beginnt. Historisch gesehen hat ein steiler Fall des Sterling stets einen starken Aufschwung angekündigt. Das Abflauen der Volatilität nach der Finanzkrise und dem schottischen Unabhängigkeitsreferendum hat zu hohen Gewinnen des Britischen Pfund gegenüber dem Euro geführt.

In der Tat glauben wir, dass EUR/GBP das vorteilhafteste Währungspaar für die Umsetzung der Ansicht eines Verbleibs von Großbritannien in der EU ist, da erwartet wird, dass die Fed den Leitzins 2016 weiter erhöhen und die EZB den Euro mit einer aggressiven Politik weiter schwach halten wird.

Auch der Appetit der Investoren auf Gold dürfte angesichts der Brexit bedingten Turbulenzen – sowie aufgrund seiner historisch niedrigen Korrelation zum wirtschaftlichen Umfeld – erhalten bleiben.

Die von uns vorhergesagte verbesserte Performance von Gold im Jahr 2016 hat sich, getrieben durch Bedenken zur Liquidität der europäischen Banken, zu einem möglichen Brexit und zur US-Geldpolitik, bereits bewahrheitet. Investoren haben Gold als ein wichtiges Instrument der Diversifikation und als ’Safe Haven-Investment’ wiederentdeckt. Auch wenn sich die Bürger des Vereinigten Königreichs für den Verbleib ihres Landes in der EU aussprechen sollten, erwarten wir, dass der Trend zu Gold, aufgrund der herausfordernden geopolitischen Lage und des schwierigen Investitionsumfelds, erhalten bleibt.“

Quelle: ETF Securities

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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