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NRW-Wirtschaftsministerin nennt Trump-Auftritt von Audi-Chef Döllner „hochproblematisch“

Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) kritisiert Audi-Chef Gernot Döllner für dessen Wahlkampfauftritt mit US-Präsident Donald Trump deutlich.

Unternehmen trügen Verantwortung, die über ihre Geschäftszahlen hinausgehe, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Natürlich müssten sie internationale Märkte erschließen und wirtschaftlich erfolgreich sein. Aber es mache einen Unterschied, mit wem man sich dafür auf eine Bühne stelle und welches Signal man damit sende. Der gemeinsame Auftritt des Audi-Chefs mit Donald Trump sei deshalb „hochproblematisch“, erklärte sie.

Döllner sei nicht naiv, er wisse: Wer sich dort präsentiere, müsse damit rechnen, als Teil von politischen Inszenierung wahrgenommen zu werden. Das lasse sich nicht einfach mit wirtschaftlichen Interessen rechtfertigen. Gerade große Unternehmen hätten eine besondere Verantwortung: gegenüber ihren Beschäftigten, gegenüber den Standorten, an denen sie gewachsen seien, und gegenüber den demokratischen Werten, auf denen unsere Gesellschaft und unsere soziale Marktwirtschaft beruhten. „Wer sich zu diesen Werten bekennt, muss sie auch dann ernst nehmen, wenn es wirtschaftlich unbequem wird.“

Foto: Mona Neubaur (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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