Wirtschaft

Verena Pausder: Deutschland macht schlechtestes Standortmarketing aller Zeiten

Start-up-Rekorde trotz Krise

Die Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbands Deutschland, Verena Pausder, hat die negative Stimmung am Wirtschaftsstandort Deutschland kritisiert. „Statt nur zu betrauern, in welchen Branchen wir nicht mehr wettbewerbsfähig sind, sollten wir unseren Blick auf das richten, was gerade entsteht“, sagte Pausder in der ntv-Sendung „Blome & Pfeffer“.

„Schlechtestes Standortmarketing aller Zeiten“

Allein im ersten Halbjahr seien 3.000 neue Tech-Start-ups entstanden, bis September seien mehr als acht Milliarden Euro Wagniskapital in das Start-up-Ökosystem geflossen. „Beides sind Rekorde“, so die Start-up-Verbandschefin weiter. Damit daraus mehr Arbeitsplätze entstünden, brauche es zusätzliches Wachstumskapital und öffentliche Aufträge. „Die Lage ist besser als die Stimmung und ein neuer Wirtschaftsaufschwung ist möglich“, so Pausder.

Mit Blick auf den Stellenabbau in der Industrie sagte sie, die schwierige Übergangsphase werde nicht leichter, „wenn wir weiterhin rückwärts in die Zukunft laufen.“ Deutschland konzentriere sich zu sehr auf frühere Erfolge, statt neue Entwicklungen in den Blick zu nehmen. Als Beispiel nannte die Start-up-Verbandschefin die Raumfahrt: „Wir sind erstmalig in der Lage, Elon Musk Konkurrenz zu machen und nicht auf ihn angewiesen zu sein.“ Solche Erfolgsgeschichten würden jedoch zu wenig erzählt, kritisierte Pausder.

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Foto: Verena Pausder (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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