Wirtschaft

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern – Börsengang gescheitert

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS wird voraussichtlich zum Staatskonzern. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das „Handelsblatt“. Demnach wollen die deutschen Eigentümer stattdessen ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen. Eine finale Entscheidung soll es in den nächsten Wochen geben. Verhandelt wird laut Zeitung vor allem noch über den Preis.

KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

KNDS baut unter anderem den deutschen Kampfpanzer Leopard 2. Bislang halten die deutschen Familien Braunbehrens und Bode über die Wegmann-Holding die Hälfte der Anteile, die andere Hälfte gehört dem französischen Staat. Ursprünglich war geplant, dass der deutsche Staat 40 Prozent am Unternehmen kauft, Frankreich seinen Anteil auf ebenfalls 40 Prozent reduziert und die übrigen 20 Prozent an die Börse gehen.

Doch der Börsengang war mehrfach verschoben worden. Hintergrund ist das schwierige Marktumfeld für Rüstungsaktien. Die Eigentümerfamilien sehen deshalb aktuell offenbar keine Chance, mit dem Börsengang wie zuletzt erhofft mindestens 15 Milliarden Euro zu erlösen.

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Angesichts fehlender Alternativen hält die Bundesregierung die Übernahme der gesamten 50 Prozent der KNDS-Anteile der Familien für sinnvoll, um eine französische Dominanz bei dem Panzerbauer zu verhindern, heißt es. KNDS, die Wegmann-Holding und das Wirtschaftsministerium wollten sich laut „Handelsblatt“ zu dem Vorgang nicht äußern.

Foto: Bundeswehr-Panzer `Leopard 2` (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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