Freiburg – Das Geburtstagskind schaltet einen Gang höher. Die Bilanz nach einem Jahr JobRad kann sich sehen lassen: Ein Crowdfunding-Rekord, über 200 teilnehmende Unternehmen, 1.500 registrierte Fachhändler im Land und ein deutlich vergrößertes Team.

Rund 200 Unternehmen haben seit dem Start vor knapp einem Jahr entschieden, das JobRad für ihre Mitarbeiter einzuführen. Sie stammen aus verschiedensten Branchen: Industrieunternehmen wie ebm-papst, Logistikspezialisten wie DHL Global Forwarding, Energieversorger wie die badenova, aber auch viele Handwerksbetriebe und Dienstleister. Selbst Gastronomen bieten ihren Mitarbeitern an, ihr Wunschfahrrad um bis zu 40 Prozent günstiger zu finanzieren.

Grafik - Bild: Peter Leis

Grafik – Bild: Peter Leis

Prozesse für Unternehmen optimiert

„Das JobRad-Modell ist von Anfang an bei vielen Unternehmen auf großes Interesse gestoßen. Am Anfang waren es vor allem große Unternehmen, die das JobRad eingeführt haben“, so Ulrich Prediger, Geschäftsführer der LeaseRad GmbH. Im Laufe des Jahres 2013 haben sich verstärkt kleine und mittlere Unternehmen für das JobRad entschieden – ein Trend, der sich 2014 fortsetzt. Das liege auch daran, dass das Vertriebsteam gewachsen und die Prozesse entsprechend optimiert wurden.

Gesundheitsmanagement als Motivation

Unternehmen führen das JobRad aus unterschiedlichen Gründen ein. „Bei ebm-papst Landshut hat das betriebliche Gesundheitsmanagement einen sehr hohen Stellenwert. JobRad vereint in hervorragender Weise die Interessen der Mitarbeiter nach einer kostengünstigen Alternative zum PKW für den Weg von und zur Arbeit und das Interesse des Unternehmens nach gesunden und motivierten Mitarbeitern“, so Kai Gebhardt, Leiter Personal- und Sozialwesen bei ebm-papst Landshut.

Einige Unternehmen sehen im JobRad in erster Linie ein Instrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung, andere ein zentrales Element des betrieblichen Gesundheitsmanagements oder die Umsetzung erfolgt aus der Verantwortung gegenüber der Umwelt. Die Initiative zur Einführung des Modells kommt zumeist aus der Personalabteilung oder dem Betriebsrat. „Das Feedback aus den Unternehmen zeigt: das JobRad wirkt. Die Mitarbeiter steigen tatsächlich um vom Auto aufs Rad und viele Bewerber sagen im Gespräch: Ihr seid doch die mit dem JobRad!“, berichtet Prediger.

Umfrage: 75 Prozent steigen aufs Rad um

Besonders im städtischen Raum, wo der Weg zur Arbeit oft weniger als zehn Kilometer beträgt und Parkplätze knapp sind, ist das Dienstrad eine echte Alternative zu PKW und öffentlichen Verkehrsmitteln geworden. Und wer das JobRad nutzt, steigt auch tatsächlich um. Das zeigt eine Umfrage unter JobRad-Kunden in den Unternehmen: 75 Prozent geben an, von nun an mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Fast die Hälfte holt sich elektrische Unterstützung und least ein E-Bike. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass 40 Prozent der Rad-Pendler mehr als eine halbe Stunde unterwegs sind. Das sind 60 Minuten effizientes Workout am Tag.

Crowdfunding als Basis

Der Crowdfundingrekord mit mehr als 260 privaten Investoren hat bei der Crowdfundingplattform Seedmatch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen: „LeaseRad hat im Dezember 2012 die erste Crowdfunding-Anschlussfinanzierung bei Seedmatch erfolgreich mit 220.000 Euro abgeschlossen – damals ein Rekord im Bereich Crowdfunding für Startups in Deutschland“, so Jens-Uwe Sauer, Gründer und Geschäftsführer von Seedmatch. LeaseRad hat die Anschlussfinanzierung verwendet, um Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu verstärken und neue Mitarbeiter einzustellen.

Händlernetz wächst in einem Jahr um das Vierfache

Mit 350 registrierten Fachhändlern gestartet, umfasst das bundesweite Netz mittlerweile über 1.500 Fahrradhändler und hat sich damit mehr als vervierfacht. In einem Jahr ist ein deutschlandweites Netz registrierter LeaseRad-Fachhändler entstanden. Ohne sich auf bestimmte Marken festlegen zu müssen, kann sich der Kunde vor Ort sein Wunschrad aussuchen.

Die Händler profitieren ihrerseits, indem sie mit dem JobRad eine neue Zielgruppe erschließen und dadurch neue Kunden an sich binden. So hat etwa der JobRad-Händler BIKE-WORLD BAIER in Kumhausen in einem Jahr mehr als 120.000 Euro zusätzlichen Umsatz gemacht. „Nachdem der Kooperationsvertrag mit LeaseRad abgeschlossen war, ging alles ganz schnell“, berichtet Julian Baier. Als Fachhandels- und JobRad-Partner wird der teilnehmende Händler in der Fachhändler-Suchmaschine von LeaseRad gelistet und so von JobRad-Interessierten und Gewerbetreibenden vor Ort einfach auf der LeaseRad-Webseite gefunden.

Quelle: ots

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Veröffentlicht von:

Ann-Christin Haselbach

Ann-Christin Haselbach ist Kundenberaterin beim ARKM Online Verlag in Gummersbach. Sie unterstützt die Mittelstand Nachrichten und berät Neu- und Bestandskunden in allen Angelegenheiten.