Düsseldorf. Die FDP erhält für ihren Vorstoß zur Reform des Zuwanderungsrechts Unterstützung durch führende Wirtschaftsvertreter. «Wenn Deutschland im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter erfolgreich sein will, benötigen wir ein Gesamtkonzept für eine gezielte, arbeitsmarktorientierte Zuwanderung», sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt dem «Handelsblatt» (Dienstagausgabe). «Eine Zuwanderungspolitik, die sich am Bedarf des Arbeitsmarktes orientiert, hat mehr wirtschaftliche Dynamik und damit auch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Inländer zur Folge.» Hundt plädiert damit für die Einführung eines sogenannten Punktesystems nach dem Vorbild von Ländern wie Australien und Kanada, für das sich zuvor FDP-Generalsekretär Christian Linder ausgesprochen hatte.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, begrüßte den Vorstoß. «Deutschland ist heute für viele hochqualifizierte Ausländer als Arbeitsmarkt gar nicht im Fokus», sagte er. «Angesichts der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Fachkräftemangels muss sich Deutschland daher künftig viel stärker als attraktives Einwanderungsland darstellen.»