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WestLB schließt Auslagerungen in «Bad Bank» ab

Düsseldorf. Die Bad Bank der Westdeutschen Landesbank (WestLB) steht. Die Auslagerung von Papieren im Gesamtvolumen von 77 Milliarden Euro sei ins Handelsregister eingetragen worden, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Amtsgerichts am Montag.

Die Auslagerung erfolgte laut WestLB am 30. April rückwirkend zum 1. Januar in die sogenannte Erste Abwicklungsanstalt (EAA). Die zuständigen Behörden hätten dieser Transaktion zugestimmt. Schon im Dezember 2009 war in einem ersten Schritt ein Teilportfolio in Höhe von rund sechs Milliarden Euro in die EAA übertragen worden. Nun folgten weitere riskante Wertpapiere und nichtstrategischer Aktivitäten im Volumen von rund 71 Milliarden Euro. Damit ist die Abspaltung von Vermögenswerten abgeschlossen.

Nach der Ausgliederung der als nicht-strategisch angesehenen Aktivitäten soll der Rest der WestLB als Kernbank fortgeführt werden. Diese war vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) mit einer stillen Einlage von drei Milliarden Euro gestützt worden. Laut Vorstandchef Dietrich Voigtländer ist die Auslagerung «ein wesentlicher Meilenstein für die Neuausrichtung». Nun könne man die «schlagkräftige Kernbank im anstehenden Konsolidierungsprozess positionieren». Die Bad Bank war im Dezember 2009 gegründet worden.

Haupteigentümer der krisengeschüttelten WestLB sind die beiden Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Das Land Nordrhein-Westfalen hält direkt und indirekt etwa 48 Prozent. Für die WestLB müssen nach dem Willen der EU-Kommission bis Ende 2011 neue Eigentümer gefunden werden.

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