Washington. Die Weltbank hat mit Blick auf die Konjunkturentwicklung ein ernüchterndes Szenario für dieses und das kommende Jahr gezeichnet. Die Kreditbedingungen dürften streng bleiben, und die Regierungen begännen nun damit, ihre außerordentlichen Unterstützungsmaßnahmen zurückzufahren, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten ersten globalen Wirtschaftsprognose seit Juni. «Wenn der Privatsektor weiterhin spart, um die Bilanzen in Ordnung zu bringen, ist eine w-förmige Rezession, die sich durch eine weitere Verlangsamung des Wachstums 2011 auszeichnet, absolut möglich – vor allem, da der Wachstumseinfluss der finanziellen Anreize schwindet», erklärte die Bank.

Die Politiker stünden nun vor der schwierigen Aufgabe, die Anreize so lange beizubehalten, bis die private Nachfrage aufgeholt hat. Allerdings dürften daraus keine unhaltbaren Schuldenlasten oder neue Vermögenspreisblasen erwachsen.

Zugleich hob die Weltbank ihre Wachstumsprognosen für das laufende Jahr an. Demnach rechnet sie nun mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent. Bislang war die Institution von einem Plus von 2,0 Prozent ausgegangen. Die Annahme für 2011 blieb unverändert bei 3,2 Prozent. Darüber hinaus revidierte sie ihre Wirtschaftsprognose für 2009. Demnach dürfte sich die Weltwirtschaft nicht wie bislang angenommen um 2,9 Prozent, sondern um 2,2 Prozent reduziert haben.

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