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Was verbirgt sich hinter den Begriffen Lean Production und -Management?

Lean Production

Auf Deutsch übersetzt heißt Lean Production Schlanke Produktion. Die Bezeichnung steht für den sparsamen und zeiteffizienten Einsatz von verschiedenen Produktionsfaktoren. Dazu zählen beispielsweise Werkstoffe, Betriebsmittel, Personal sowie die Planung und Organisation im Hinblick auf alle Unternehmensaktivitäten. Ziel von Lean Production ist die schlankere Verwaltung. Im Idealfall bewirkt sie eine Halbierung der Kosten bei gleichzeitiger Verdoppelung der Produktion. Mit der „Schlanken Produktion“ geht eine rasche Anpassung an neue Bedürfnisse der Kunden, stramme Koordination der Zulieferindustrie und Reorganisation des Fertigungsablaufes einher. Die Lean Production ist ein Bestandteil des gleichnamigen Managements.

Lean Management

Es handelt sich um einen Ansatz für die kontinuierliche Prozessoptimierung. Er bezieht sich auf die gesamte Wertschöpfungskette, genauer gesagt deren effiziente Gestaltung. Mit dem Schlanken Management soll eine Harmonisierung der Prozesse sowie ein ganzheitliches Produktionssystem ohne jede Verschwendung geschaffen werden. Es ist für ausnahmslos alle Unternehmensbereiche gedacht. Verschiedene Denkprinzipien, Verfahrensweisen und Lean Methoden stehen als Instrumente zur Verfügung. Die gesetzten Ziele entsprechen der schlanken Produktion: Lean Management und Lean Production gehen Hand in Hand. Bei ersterem ist auch die Einbeziehung des Personals in die Lean-Management-Unternehmensphilosphie ein wichtiger Bestandteil. Dies führt zu einer zielorientierten Stärkung der Mitarbeitermotivation. Gleichfalls steigt die Wettbewerbsfähigkeit durch Verbesserungen im Supply Chain Management. Kunden profitieren von günstigeren Preisen industrieller Güter, die durch die Eliminierung von Verschwendungspotentialen und Prozessoptimierung möglich werden. Lean Management ermöglicht weiterhin eine verbesserte Orientierung an den Wünschen und den Bedürfnissen der Kundschaft.

Warum Lean Management einsetzen?

Mit ihm sollen vor allem unnötige Verschwendungen in einem Unternehmen vermieden werden. Dabei kann es sich um die Herstellung fehlerhafter Produkte, lange Durchlaufzeiten oder Überproduktionen handeln. Mithilfe des Lean Managements wird ein Betrieb sowohl wettbewerbsfähiger als auch effektiver. Seine Wurzeln liegen beim Autohersteller Toyota, der in den 50er Jahren entsprechende Produktionssysteme entwickelte und einführte.

Ein interessantes Lean Werkzeug: visuelles Management

Das visuelle Management gilt als ein wahres Lean Hilfsmittel. Es beinhaltet verschiedene Kommunikationstechniken zur Erleichterung von Informations- und Zielübertragungen eines Unternehmens. Sesa Systems bietet einen Workshop an, der unter anderem Aufschluss über die Funktionsweise des visuellen Managements gibt. Weiterhin erlangen Teilnehmer Kenntnisse über die erfolgversprechende Anbringung anhand von Tafeln, mobilen Halterungen und Zubehör. Zur Verbesserung der Lean Organisation empfiehlt sich außerdem ein Besuch des Ideenlabors von Sesa Systems in Form eines Showrooms.

Über welche Inhalte verfügt das Lean-Process-Konzept?

Das Konzept lässt sich in die drei Bereiche „Produktivitätsverbesserung“, „Produktqualitätsoptimierung“ und „Flexibilitätssteigerung“ einteilen. Bei ersterem geht es um eine Senkung einzelner oder sämtlicher Produktionsfaktoren bei gleichem Output. Sie lässt sich beispielsweise durch den Abbau von nicht ausgeschöpften Kapazitäten und überreichlichen Lagerbeständen erreichen. Auch Business Process Reengineering oder flexible Arbeitszeiten sowie eine Verkürzung der Produkt-Durchlaufzeiten fallen unter die Maßnahmen zur Produktionsverbesserung. Um die Warenqualität zu optimieren, hält das Lean-Process-Konzept regelmäßige Qualitätskontrollen und die sofortige Nachbearbeitung von Produkten oder ggfs. Teile derselben bereit. Darüber hinaus soll ein Produktions- und Beschaffungsausschuss vermieden werden. Zur Produktoptimierung tragen zudem eine straffe Entwicklungskontrolle sowie enge Kooperation mit Zulieferern bei. Zur Flexibilitätssteigerung ist die Einführung flexibler Produktionssysteme und die Nutzung periodischer Kapazitäten angesagt.

Mit welchen typischen Merkmalen geht Lean Production einher?

Die Zielsetzung von Lean Management und Production ist sowohl anspruchsvoll als auch vielschichtig. Insbesondere geht es um die Verringerung der Verschwendung von Ressourcen, die Effizienzsteigerung eines Unternehmens, die höchstmögliche Optimierung im Bereich der Produktionszeit und -qualität sowie die Kostenminimierung. Zu den charakteristischen Merkmalen gehören: 1. Lean Operation mit minimaler Lagerhaltung; 2. kompetentes Qualitätsmanagement zur Vermeidung von Fehlern; 3. Produktion just in time; 4. Fokussierung der Personalpolitik auf das Engagement der Mitarbeiter; 5. Arbeiten im Team. Die Vermeidung von Verschwendung ist bei Lean Production ein Punkt, der besonders ins Auge gefasst wird. Ausschuss, Daten-Mehrfacherfassung, Nacharbeit, Wartezeiten auf teils überflüssige Bestände und zu zeitintensive Transportwege stellen die Hauptkriterien dar.

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