Düsseldorf. Die deutsche Unterhaltungsautomatenwirtschaft hat die schwache Konjunktur des Jahres 2009 «vergleichsweise gut» überstanden. Wie der Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI) am Montag in Düsseldorf mitteilte, erzielte die Branche im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Der Zuwachs gegenüber dem Jahr zuvor war mit 2,5 Prozent relativ moderat. 2008 hatte er noch bei 6,7 Prozent gelegen.

Nach zwei Boom-Jahren war 2009 für die Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Bereich der Aufstellung ein Jahr der Konsolidierung und des «Feintunings» der Angebote, wie es hieß. Zudem habe die Änderung der Spielverordnung zum 1. Januar 2006 dafür gesorgt, dass neue Geld-Gewinn-Spiel-Geräte aufgestellt und Automaten verboten wurden, die häufig für das illegale Spiel genutzt wurden. Derzeit gibt es in der Branche mehr als 70 000 Arbeitsplätze.

Nach Angaben des Verbands sorgt die Unterhaltungsautomatenwirtschaft zudem für Prävention und Jugendschutz. Bei gewerblich betriebenen Geräten seien Einsätze und Gewinne aufgrund der Spielverordnung «streng begrenzt». Zudem werde an den Spiel- und Gaststätten auf die Altersgrenze hingewiesen.

In den europäischen Ländern haben den Angaben zufolge 0,2 bis 2,0 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Probleme mit ihrem Spielverhalten. In Deutschland seien es nach übereinstimmenden Untersuchungsergebnissen etwa 104 000 Menschen. Dies sind knapp 0,2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Deutschland liege damit im europäischen Vergleich am unteren Ende des Spektrums.

Am Dienstag (19. Januar) startet in Düsseldorf die Internationale Fachmesse Unterhaltungs- und Warenautomaten (IMA). 180 Aussteller aus 14 Ländern zeigen vier Tage lang ihre Produkte und Dienstleistungen. Etwa 8000 Besucher werden zu dem Branchentreff erwartet.

(ima-messe.com)

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