Der Trend geht zur Kinderlosigkeit: Laut einer Studie des statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2018 verdoppelt sich das Armutsrisiko bei Paaren von 7 auf 14 Prozent, wenn sie ein Kind bekommen. Dabei entscheiden sich Doppelverdiener mit sehr gutem Einkommen sogar eher gegen ein Kind. Eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen bestätigt, dass rund 20 Prozent der Deutschen keine Kinder bekommen möchten. Etwas mehr als die Hälfte aller Befragten hat bereits mindestens ein Kind. Der Anteil mit zwei oder mehr Kindern ist dabei höher (33 Prozent). Knapp die Hälfte dieser Elterngruppe ist über 55 Jahre alt, 67 Prozent aller Eltern haben Kinder über 20 Jahre. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen hat dagegen jeder Zweite einen Kinderwunsch, aber noch keine konkreten Familienpläne.

Familie und Beruf – wichtigstes Thema in allen Altersgruppen

Die Umfrage hat außerdem untersucht, was die Deutschen glauben, welche Themen Eltern besonders wichtig sind. Unangefochten auf Platz eins steht der Bereich „Familie und Beruf vereinbaren“. Fast die Hälfte aller Deutschen – egal ob sie Kinder haben oder nicht – sind überzeugt, dass dies für Eltern besonders wichtig ist. Nur für Schwangere und ihre Partner haben die Themen Kinderbetreuung (37 Prozent), Kindererziehung (34 Prozent) und Hebammensuche (32 Prozent) Vorrang. Gleichzeitig ist die Unsicherheit in dieser Gruppe mit 11 Prozent relativ hoch. Wer konkret Familienzuwachs plant, hat außerdem eher Formulare und Zuschüsse (30 Prozent) sowie den „Nestbau“ (27 Prozent) im Blick.

Privathaftpflicht – ein Muss für die Deutschen

Männer machen sich mit 22 Prozent eher Gedanken, ihre Familie abzusichern als Frauen (17 Prozent). Die Studie zeigt, dass sich die Kinderplanung darauf auswirkt, welchen Versicherungen die Deutschen den Vorzug geben. Kinderlose und Eltern, die bereits ein oder mehrere Kinder haben, sehen die Privathaftpflicht als wichtigste Police für Familien. Sie nehmen also Schadenfälle, die Familienmitglieder verursachen können, in den Blick. Für Schwangere und ihre Partner haben die private Krankenversicherung mit 47 Prozent und die Einkommenssicherung mit 40 Prozent höhere Priorität. Ihre Situation rückt die Personenversicherungen in den Vordergrund.

Persönlicher Erfahrungsaustausch hoch im Kurs

Bei der Frage, wo sich die Deutschen zum Thema Elternschaft und Familie am liebsten informieren würden, konnten die Befragten von zehn möglichen Quellen drei als besonders wichtig benennen. 52 Prozent geben an, dass sie persönliche Gespräche mit Familie und Freunden suchen. Immerhin knapp 30 Prozent lassen sich vom Arzt beraten. Bücher (24 Prozent) und Online-Ratgeber (23 Prozent) sind ebenfalls gern genutzte Informationsquellen. Erstaunlich: Jeweils weniger als 10 Prozent betrachten Social Media und Videos für Familienthemen als relevant – der direkte Kontakt ist viel wichtiger. So können sich 15 Prozent vorstellen, während einer Veranstaltung mit Experten ins Gespräch zu kommen.

Quelle: DEVK Versicherungen

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