Umdenken in der Wirtschaft: Was kann man gegen steigende Energiekosten tun?
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Umdenken in der Wirtschaft: Was kann man gegen steigende Energiekosten tun?

Die Energiepreise sind im aktuellen Jahr nicht nur für private Hausalte stark gestiegen. Auch Unternehmen spüren die Steigerung bei den Energiekosten selbstverständlich. Dazu kommt die Angst, dass es zu Engpässen in der Energieversorgung kommen könnte, die den Betrieb unterbrechen oder zumindest einschränken könnten. Unternehmen aus allen Branchen stellen daher aktuell Überlegungen an, sich hinsichtlich des eigenen Energieverbrauchs breiter aufzustellen und Strategien zur Steigerung der Resilienz auszuarbeiten.

Betriebe nehmen Energiesicherheit selbst in die Hand 

Zwar wird bereits über Energiepreisbremsen und Subventionierungen diskutiert und einiges ist auf Schiene, jedoch geht dies an vielen Unternehmen vorbei oder die Prozesse dauern zu lange. Eine Frage, die dabei immer wieder ausgeklammert wird, ist außerdem die eines temporären Ausfalls der Energieversorgung. Dies kann nicht nur durch Blackout geschehen, sondern auch, sollte in Zukunft etwa keine Einigung mit Lieferanten für Öl und Gas mit z.B. Russland gefunden werden. Dazu werden die steigenden Energiekosten für immer mehr Betriebe zum Problem. Denn nicht immer lassen sich die höheren Kosten auch an die Kunden 1:1 weitergeben.

Wegen der steigenden Energiekosten nehmen viele Unternehmen ihre Energieversorgung zunehmend selber in die Hand.Aus diesem Grund nehmen viele Betriebe ihre Energieversorgung zunehmend selber in die Hand. Vor allem Unternehmen, die über große Flachdachhallen verfügen, nutzen diese vermehrt zur Erzeugung von Solarstrom. Damit setzen sie nicht nur auf eine umweltfreundliche Variante, ihren Strom zu erzeugen, sondern können damit auch Pufferspeicher versorgen, mit denen sich Engpässe in der Energieversorgung überbrücken lassen. Je nach zur Verfügung stehender PV-Fläche lässt sich auf diese Weise teils sogar deutlich mehr Strom erzeugen, als der Betrieb selber benötigt. Der Strom wird nicht nur ins Netz eingespeist, sondern häufig auch verwendet, um die betriebsinterne Stromtankstelle damit zu versorgen. Denn Pkw- und Klein-Lkw, aber auch  Hochhubwagen in der Logistik sind zunehmend mit elektrischen Motoren ausgestattet.

Energiesparmaßnahmen umsetzen 

Neben der eigenen Erzeugung von Energie kommen natürlich auch Energiesparmaßnahmen nicht zu kurz. In Bürogebäuden, Geschäftsräumlichkeiten und Lagerhallen kommen häufig zahlreiche Leuchtkörper zum Einsatz. Alleine die Umstellung von Halogentechnik auf LED-Beleuchtung kann einen großen Unterschied in der Stromrechnung ausmachen. Darüber hinaus sehen viele Betriebe gerade jetzt den besten Moment, ihre Gebäude zu isolieren oder sogar auf neue Heizsysteme wie z.B. Luftwärmepumpen umzusteigen.

Digitalisierung und Automatisierung helfen bei Einsparungen 

Nicht groß genug, lässt sich das Einsparpotenzial durch Digitalisierung und Automatisierung einschätzen. Denn dank Künstlicher Intelligenz und intelligenter Vernetzung lassen sich viele Prozesse in Unternehmen deutlich effizienter gestalten. Alleine bereits durch die Zusammenlegung von Transporten lassen sich somit eine Menge Fahrten und Wege einsparen. Doch auch in der Verarbeitung von Materialien können viele Abläufe vereinfacht oder kombiniert werden, um damit Energie zu sparen.

Darüber hinaus haben vor allem industrielle Betriebe der Fertigung ein hohes Potenzial, Abwärme zu nutzen. Denn während der Erzeugung unterschiedlicher Produkte entstehen häufig hohe Temperaturen, die jedoch teils ungenutzt verpuffen. Durch ausgeklügelte Systeme lässt sich jedoch auch diese Abwärme auffangen und nutzen, um z.B. Gebäude damit zu heizen. Wenn die Abwärme nicht direkt vor Ort genutzt werden kann, ist es mitunter möglich, sie an benachbarte Betriebe zu verkaufen und somit eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen, die sich lohnt.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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