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Soziale Verantwortung und Black Friday – geht das?

Auch in diesem Jahr steht wieder das schier unendliche Konsumwochenende vor der Tür. Beginnend mit dem heutigen Black Friday, dicht gefolgt vom Cyber Monday. Die Menschen blicken wieder auf schnelle Deals und vermeintlich gute Angebote. Oft mit dem einfachen Ziel: Zuschlagen, um jeden Preis. Für Unternehmen lohnt sich dieses Wochenende. Die Umsätze schnellen in die Höhe und Menschen lassen sich mit Angeboten zu Deals hinreisen. Vorreiter hier: Der E-Commerce. Nicht zuletzt Amazon hat die Kraft solcher Rabattschlachten erkannt und längst eine eigene Reihe, die Prime-Days, eingeführt. Auch in Corona-Zeiten plant der E-Commerce mit steigenden Umsätzen an diesem Wochenende. Denn, die Menschen können nur begrenzt in den Einzelhandel und viele dürften aufgrund der aktuellen Situation erst recht zu Hause bleiben.

Nun sollten sich Menschen aber grundsätzlich die Frage stellen, ob in der Pandemie-Situation, die viele Menschen die Arbeit oder die Existenz gekostet hat, das richtige Signal davon ausgeht, die Möglichkeiten auszuschlachten. Stehen Unternehmen nicht gerade jetzt auch in der sozialen Verantwortung?

Findet ein Umdenken statt?

Wer aufgrund der Pandemie jedoch an ein Umdenken oder gar einen Black-Friday-Stopp denkt, wird laut Prognosen eines besseren belehrt. Im Coronajahr sprechen ca. 4 Mrd. Euro geschätzte Konsumausgaben eine eigene Sprache und widerlegen eine Mögliche Anit-Black-Friday These. Wie jedes Jahr buhlen die großen Player rund um amazon, Saturn, Media Markt & Co., um die Gunst der Konsumenten. Jedoch gibt es auch andere Wege dem heißen Kommerztag zu begegnen. Die sieht auch der Marktforscher Norbert Herzog von Growth from Knowledge (GfK). So sei die zentrale Frage nicht, was die Bevölkerung am Black Friday kaufe, sondern was sie am Black Friday tatsächlich brauche.

Backnanger Unternehmen zeigt, dass es auch anders geht

Die Backnanger Online-Druckerei WirMachenDruck hat sich genau dieser Frage gewidmet. Jahresumsätze in dreistelliger Millionenhöhe hätten am Black Friday nochmal in die Höhe getrieben werden können. Doch Samuel und Johannes Voetter haben anderes vor. Insgesamt fünf Prozent des Umsatzes am 27. November 2020 fließen in die Finanzierung des Happy Friday. Den so entstandenen Geldbetrag wollen die Firmengründer Johannes und Samuel Voetter anschließend aus eigener Tasche verdoppeln und durch das Management der PrintBrothers Group mit weiteren 25.000 Euro aufstocken. Das Unternehmen rechnet damit, mit den generierten Spenden etwa 10.000 Geschenkkartons packen zu können und mit Unterstützung der Hilfsorganisation Hilfstransporte + Waisenhilfe e. V. an hilfsbedürftige Kinder in Ungarn und Rumänien zu spenden. Um die Kartons mit allerlei nützlichen Dingen wie beispielsweise Hygieneartikeln, Bekleidung, Stiften und Kissen aus dem eigenen Sortiment zu füllen, treten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WIRmachenDRUCK selbst in Aktion. Vom 27. bis 28. November 2020 verwandelt sich die Online-Druckerei daher in eine überdimensionale Packstation. Auch die Geschäftsleitung hilft beim Packen höchstpersönlich mit. „Das Projekt liegt uns allen sehr am Herzen. Als wachstumsstarkes Unternehmen nehmen wir unsere soziale Verantwortung ernst und glauben, dass es gerade in diesen Zeiten wichtig ist, etwas zurückzugeben und emotionale Nähe zu schaffen“, so Geschäftsführer Johannes Voetter. Gerade in der aktuellen Situation reicht bei vielen Familien das Geld nicht einmal für kleine Geschenke zu Weihnachten. Mit dem Happy Friday hoffe man, den Kindern aus diesen Familien ein Stück unbeschwerte Kindheit zu schenken, so Voetter.

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