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Sensoren für die Logistik – Arbeiten mit Scanner

Sensoren für die Logistik – Arbeiten mit Scanner
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Heute sind sie aus keinem Supermarkt wegzudenken – die Scannerkassen. Jeder kennt sie, die praktischen Hilfsmittel, die beim Lebensmitteleinkauf, aber auch hinter den Kulissen in der Logistik wertvolle Dienste leisten. Um beim Beispiel der Kassen zu bleiben: bereits im Jahr 1974 entwickelte George Laurer für die Firma IBM den „Universal Product Code“ und die ersten Prototyen der heute so beliebten Scannerkassen wurden gebaut. In Deutschland fand sich die erste Scannerkasse im Jahr 1977 in einem Verbrauchermarkt in Augsburg. Die Entwicklung schritt schnell voran, 1982 habe es bereits 66 Supermärkte mit Scannerkassen, drei Jahre später waren es bereits 719. Heute arbeiten schon kleine Läden mit dem praktischen Warenwirtschaftssystem.

Wie ist ein Barcodelesegerät aufgebaut?

Als Barcodeleser wird ein Gerät bezeichnet, dass die typischen Strichcodes einlesen und an ein Ausgabegerät weitergeben kann. Heute sind verschiedene Scanner im Einsatz, darunter:

  • Lesestifte
  • Durchzugsscanner
  • CCD Scanner (mit Leuchtdioden)
  • Handy Apps zum Scannen von Barcodes
  • Laserscanner

Am Beispiel des Lesestifts erklärt ist der Aufbau eines Barcodescanners relativ einfach. An der Spitze ist eine Lichtquelle angebracht – meistens handelt es sich dabei um eine Leuchtdiode. Darunter sind Sensoren angebracht, die empfindlich auf Licht reagieren. Die hellen und dunklen Stellen des Strichcodes werden durch die Lichtquelle unterschiedlich reflektiert. Der eingebaute Dekoder empfängt diese hellen und dunklen Signale und kann so den Barcode des entsprechenden Produktes erkennen. Die im Barcode enthaltenen Informationen werden an ein angeschlossenes Endgerät (also die Kasse, einen PC oder Laptop) weitergeleitet.

Warum war die Einführung der Strichcodes eine bahnbrechende Erfindung?

Seitdem Barcodes und moderne Scanner Einzug in jeden Supermarkt, in Logistikunternehmen und die Industrie gehalten haben, ist das Leben der Unternehmer um einiges leichter geworden. Früher musste man sozusagen am Ende jeden Tages Inventur führen und handschriftlich aufzeichnen, was verkauft oder aus dem Lager ausgegeben wurde. Logistikfirmen wendeten viel Zeit auf, um ständig den Lagerbestand zu kontrollieren. Während früher jeder Artikel einzeln mit dem Preis ausgezeichnet werden musste, werden Änderungen heute direkt im Barcode erfasst. Hier noch einige weitere Vorteile, die für Logistik und Handel besonders wichtig sind:

  • Barcodes können schnell gelesen werden
  • Kosteneinsparung
  • Fehlerquelle wird reduziert
  • Weltweiter Einsatz möglich – international
  • Erleichtert die Lagerhaltung
  • Erleichtert Buchhaltung
  • Geringe Kosten

Welche Vorteile bieten Barcodes in der Logistik

Bevor jeder Artikel an der Kasse eines Super- oder Baumarktes oder einem Kleidungsgeschäft über den Scanner gezogen werden, haben die Waren oft einen langen Transportweg hinter sich. Schon beim Erzeuger werden die Produkte mit Barcodes versehen. Damit werden die gesamte Logistik, der Transport und die Lagerung maßgeblich erleichtert. Der altbewährte Pickzettel, mit dessen Hilfe über viele Jahre Lieferungen in großen Logistikunternehmen manuell zusammengestellt wurden, hat in den meisten Firmen bereits ausgedient. Heute erfolgt die Kommissionierung bevorzugt mittels Barcodes. Dieses Verfahren wird auch Pick-by-Scan genannt. Dieses System funktioniert sowohl bei der Lieferung neuer Waren als auch bei der Entnahme von Paletten und Artikeln. Es wird sowohl der Barcode jeder Ware als auch jener des Lagerplatzes gescannt. Somit erfolgt die genaue Zuordnung von Produkten zu einem bestimmten Stellplatz. Gerade in großen Lagern wird die Kommissionierung, also das Zusammenstellen von Lieferungen, entscheidend erleichtert. Somit werden alle relevanten Daten im System erfasst und jeder Schritt kann logisch nachvollzogen werden. Somit werden Fehlerquellen eliminiert und effizienteres Arbeiten ermöglicht. Oft kommen auch Barcodes auch in Warenwirtschaftssystemen mit mobiler Datenerfassung (MDE) zum Einsatz. Unter MDE versteht man im Prinzip die Möglichkeit, Daten auch abseits von einem PC zu erfassen. Die Geräte werden bevorzugt in Industrie, Handel oder eben auch in der Logistik eingesetzt. MDEs sind meist direkt mit Warenverwaltungssystemen gekoppelt, somit kann man beim Gang durch das Lager Fehlmengen eintragen und den laufenden Stand der Kommissionierung exakt dokumentieren. In viele MDE Geräte sind Barcodescanner eingebaut, die ein schnelleres Arbeiten ermöglichen. Somit werden aktuelle Lagerbestände zeitnah in das Warenwirtschaftssystem eingespeist und jeder im Logistikunternehmen tätige Mitarbeiter ist auf dem aktuellen Stand.

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: [email protected]
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