Berlin (ots) – Seit Herbst 2010 haben die Zinsen merklich angezogen. Waren im September des vergangenen Jahres Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung für unter 3,5 Prozent zu haben, müssen Bauherren derzeit (Anfang März 2011) mit gut vier Prozent rechnen. Dieser Zins liegt immer noch deutlich unter dem langfristigen Durchschnittszins von sechs bis sieben Prozent. Für Bauwillige wäre es deshalb ratsam das insgesamt noch niedrige Zinsniveau zu nutzen.

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, muss nicht nur die aktuellen Zinskonditionen im Blick haben, sondern auch festlegen, wie hoch die anfängliche Tilgungsrate sein soll. Oft wird eine Anfangstilgung von einem Prozent vereinbart, um die finanzielle Belastung durch die monatliche Rate erträglicher zu halten. Doch aufgepasst: Wer es sich leisten kann, sollte einen höheren Tilgungssatz wählen, auch wenn dadurch die Rate steigt. Denn so ist man nicht nur schneller schuldenfrei, sondern man spart auch viel Geld.

Wer beispielsweise ein Darlehen von 100.000 Euro zu einem Sollzinssatz von vier Prozent aufnimmt, der hat seine Schulden bei einer Anfangstilgung von einem Prozent erst nach einer Laufzeit von rund 40 Jahren getilgt. In dieser Zeit zahlt er an Zinskosten insgesamt etwa 101.000 Euro, dass heißt er zahlt den doppelten Kreditbetrag zurück. Entscheidet sich der Kreditnehmer stattdessen für eine Anfangstilgung von drei Prozent, so ist er schon nach gut 20 Jahren schuldenfrei. Die Zinskosten belaufen sich in diesem Fall auf insgesamt etwa 49.000 Euro. Das ist nur halb so viel.

Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/50681/2003805/bundesverband_deutscher_banken/api

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