Brüssel. Die britische Regierung sieht nach Aussage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Notwendigkeit einer schärferen Regulierung von Hedgefonds ein. «Mein Eindruck ist, dass Großbritannien akzeptiert hat, dass diese Entscheidung getroffen wird», sagte Schäuble in der Nacht zum Dienstag nach dem Treffen der Finanzminister des Euroraums in Brüssel. Eine schärfere Regulierung von Hedgefonds sei «gut und notwendig».

Die EU-Finanzminister wollen am Dienstag schärfere Regeln für Hedgefonds beschließen. Der Großteil der spekulativen Fonds in Europa wird in London verwaltet, darum hatte sich Großbritannien lange gegen eine solche Regelung gesperrt. Vorgesehen sind dabei eine Meldepflicht für Hedgefonds in der EU und die Offenlegung ihrer Anlagestrategien. Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments hatte den Regelungen für Hedgefonds bereits am Montag zugestimmt.

Weiter sagte Schäuble, dass es beim Rettungspaket für Staaten im Euroraum, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten, Fortschritte bei der Ausarbeitung der Details gegeben habe. Die Einrichtung eines solchen Hilfsmechanismus sei nötig, um die finanzielle Stabilität im Euroraum zu sichern.

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche angekündigt, einen Vorschlag für einen ständigen Hilfsmechanismus zu machen. Vor kurzem wurde zunächst ein Mechanismus beschlossen, der Hilfen über maximal 500 Milliarden Euro für drei Jahre vorsieht, darunter Kreditbürgschaften über 440 Milliarden Euro und Kredite der EU über 60 Milliarden Euro.

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