In Zeiten des modernen Marketings entsteht oft die Frage, was klassische Methoden, wie das Produkt-Sampling, überhaupt noch bringen und wie sie sich an die Bedürfnisse des Kunden von heute anpassen lassen. Wie wichtig das Produkt-Sampling für Kunden wirklich ist, wollte Degustabox genauer wissen und hat in aktuellen Umfragen nach den drei wichtigsten Punkten gefragt, die Kunden beim Einkauf von Lebensmitteln beeinflussen.

Quelle: DEGUSTABOX SL

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Einflussfaktoren beim Kauf von Lebensmitteln

Das Ergebnis der Umfragen zeigt, dass Faktoren wie Kaufgewohnheiten oder Markenbekanntheit viel weniger den Kauf bestimmen als erwartet. Vielmehr sind es Sonderangebote, zufällig entdeckte Produkte, der Preis oder Produkte, die der Käufer in der Werbung gesehen oder bereits probiert hat, die zum Kauf animieren.

Wie die jüngsten Umfragen von Degustabox zeigen, lassen sich viele Konsumenten von Impulsen leiten und reagieren eher auf vom Verkäufer gesetzte Anreize als auf eigene Bedürfnisse. Genau an denen richtet sich aber das klassische Produkt-Sampling aus. Nach wie vor werden Produktproben häufig auf eine Zielgruppe abgestimmt. Ein gutes Beispiel dafür sind die Semestertüten an den Universitäten, die gern von Unternehmen genutzt werden, deren Zielgruppe Studenten sind. Doch sind die Kaufgewohnheiten der Konsumenten(gruppen) schon lange nicht mehr homogen. So landen etwa viele der Männerrasierer, die in den Semestertüten beworben werden, nicht etwa bei der eigentlichen Zielgruppe, den jungen Studenten, sondern plötzlich in der Frauen-WG. Wie das Rheingold-Institut in seinem Artikel “Das Ende der Zielgruppen? Verfassungsmarketing als Königsweg” zeigt, sind Konsumenten inzwischen nicht mehr von konstanten Verhaltensweisen geprägt, sondern sind multiple Persönlichkeiten, die “je nach Kontext unterschiedliche Verhaltensmuster entwickeln”. So kaufen Frauen inzwischen Männerprodukte, Senioren sind auf die neuesten technischen Trends aus und Reiche freuen sich über Sonderangebote im Discounter. Für das Marketing ist es entscheidend, diese Entwicklung zu erkennen und sich daran anzupassen. So ist es nach Aussagen des Rheingold-Instituts nicht mehr die Zielgruppe, sondern eher die “Verfassung”, die zielführend ist: “Verfassungsmarkting setzt an der Stimmung, dem Zustand oder den Bedingungen an, in welche sich Konsumenten und Geschäftskunden begeben, die mit bestimmten Produkten oder Dienstleistungen in Kontakt kommen.” Produkt-Sampling, das hier ansetzen will, wird besonders effektiv, wenn es mit professionellem Social-Media-Marketing verbunden wird. Es ermöglicht, den Konsumenten in genau der Verfassung zu erreichen, zu der das Produkt passt und kann so potenzielle Käufer über die eigentliche Zielgruppe hinaus erreichen. Eine Barbecue-Sauce beispielsweise erreicht dann nicht mehr nur den grillbegeisterten Familienvater, sondern genauso die Senioren, die gemütlich auf ihrem Elektrogrill auf dem Balkon grillen, die wilden Surfer, die ihre Steaks auf den Einmalgrill werfen und die jungen Familien, die gerade ihren ersten eigenen Garten einweihen. Wer die Möglichkeiten des Verfassungsmarketings in Verbindung mit effektivem Social-Media-Marketing erkennt, schöpft so das gesamte Potenzial aus, das Produktproben bieten und erreicht Konsumenten über die eigentliche Zielgruppe hinaus.

Quelle: DEGUSTABOX SL

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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