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Potenzial beim Bau von Lager- und Logistikhallen:

Clever planen, Energie sparen

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz – das sind zwei Aspekte im Bau, die in den vergangenen Jahren immens an Bedeutung gewonnen haben und heute nicht mehr weg zu denken sind, selbst bei der Erstellung neuer Lager- und Logistikhallen. Vorausschauende Mittelständler haben obendrein erkannt, dass ein „grünes“ Denken nicht nur gut fürs Image ist: Langfristig wird damit auch die Energieverschwendung gestoppt und bares Geld gespart. Eine nachhaltige Planung macht also die Immobilie und somit das Unternehmen fit für die Zukunft. Welches Potenzial der Neubau einer Lager- und Logistikhalle ganz konkret birgt und auf welche Details geachtet werden sollte, ist den Bauherren dagegen selten bekannt. Deshalb ist es wichtig, das Know-how von Fachleuten zu nutzen und sie frühzeitig in entsprechende Projekte einzubinden.

© FREYLER
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Gemeinsam mit wachsenden Unternehmen entwickelt ein guter Planer eine individuelle, zukunftsfähige Lösung. Er kennt die technischen und baulichen Möglichkeiten, kann Vor- und Nachteile aufzeigen und weiß um die gesetzlichen Vorgaben sowie deren Grenzen. „Mit einer kompetenten Planung lässt sich beim Bau von Lager- und Logistikhallen langfristig einiges an Energie einsparen“, weiß Peter F. Rieland, Geschäftsführender Gesellschafter der Freyler Unternehmensgruppe, zu berichten. Mit der Sparte Industriebau berät Freyler mittelständische Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen und betreut den Neubau von der ersten Konzeption bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe.

Zukunftsfähiges Konzept als Basis

Eine gründliche Analyse steht am Anfang jeder Planung: Was soll gelagert werden? Wie lange? In welchen Mengen? Bei welchen Temperaturen? Wie, wie oft und wie schnell wird die Ware bewegt? Wird noch etwas bearbeitet? Wie läuft die Verladung ab? Wie verlaufen die kürzesten Wege mit möglichst wenigen Kreuzungspunkten? „Grundstein für unsere Objektplanung ist die Erarbeitung des optimalen Funktionslayouts, dabei betrachten wir das Projekt immer ganzheitlich. Wir haben nicht nur die Investitions- und Folgekosten im Blick“, erklärt Peter F. Rieland, „sondern auch die Möglichkeiten einer späteren Erweiterung oder Umnutzung.“ Ein weitsichtiges Konzept plant Lager- und Logistikgebäude stets flexibel und garantiert damit einen langfristigen Werterhalt. Natürlich müssen gleich zu Beginn Kommissionierungsabläufe und Lagertemperaturen berücksichtigt werden. Jedoch sollte der Planer darauf achten, dass sich die Halle problemlos nachrüsten lässt: beispielsweise in ein Lager für Tiefkühlprodukte oder Lebensmittel.

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Wärmeverluste reduzieren

Im Winter verliert eine Logistikhalle meist sehr viel Wärme im Ladebereich über offene Tore. Daraus ergibt sich für Freyler Industriebau eine erste konkrete Möglichkeit, Energie und damit Betriebskosten zu sparen: Hier kann es sinnvoll sein, Schleusen und Schnelllauftore zu integrieren und damit den Bereich vom Lager zu trennen. Gleiches gilt für gekühlte Hallen im Sommer – dann aber zum Schutz vor der warmen Außenluft. Peter F. Rieland weiß aus Erfahrung zu berichten: „Beim Bau der Produktions- und Lagerhalle von 2E mechatronic haben wir beispielsweise zwischen die Ladezone und die Produktion bewusst das Lager als Temperaturschleuse gebaut. Damit garantieren wir in der Fertigung gleich bleibende Temperaturen und heizen nicht zum Tor hinaus.“

Wird in der Halle auch gearbeitet, können Strahlungsheizungen gezielt Plätze beheizen. Oder diese Bereiche werden von vornherein räumlich abgetrennt, um nicht das gesamte Lager auf eine angenehme Arbeitstemperatur aufzuheizen zu müssen. Bei 2E mechatronic sorgen Sandwichele-mente zudem für eine hervorragende Wärmedämmung, weit über die ge-setzlichen Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung) hinaus. So bleibt ein Lager schon mit wenig Heizwärme frostfrei. Alle Lösungen müssen aber auf die örtlichen und betrieblichen Gegebenheiten abgestimmt sein, eine Standardlösung gibt es nicht, zumindest keine wirklich sinnvolle.

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Das Für und Wider von Tageslicht

Auch das Thema Verglasung sollte präzise durchdacht sein: Einerseits ist natürliches Tageslicht angenehm für die Mitarbeiter, andererseits erzeugt die einfallende Sonne in der Halle Wärme, die wiederum für viele Produkte schädlich ist. Lebensmittel und Papierprodukte beispielsweise vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung. „Gerade im Hinblick auf eine spätere Umnutzung überdenken wir den Einsatz von Glas sehr genau“, erklärt Freyler-Geschäftsführer Rieland, zumal in einer Lager- und Logistikhalle in der Regel weniger Personal arbeitet als in der Produktion.

Ebenfalls nachrüsten lassen sollte sich bei Bedarf das Lüftungs- und Belichtungskonzept.

Maßgeschneiderte Tragkonstruktion

Abgestimmt auf das jeweilige Lagersystem realisiert Freyler Industriebau immer eine optimale Hallentragkonstruktion, bei der die Stützen keinen Platz verschwenden und eine flexible Nutzung zulassen. Auch die Hallenhöhe und die damit verbundenen Anforderungen hängen vom Lagersystem ab: Sobald die Lagerguthöhe 7,50 Meter überschreitet, wird aus dem einfachen Lager ein Hochregallager und es gelten besondere Brandschutzbestimmungen – eine Sprinkleranlage wird beispielsweise zur Pflicht.

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Dies sind nur einige Aspekte, die immer in Abhängigkeit zum ganz konkreten Bauvorhaben betrachtet werden müssen. Auch bei „einfachen“ Logistikhallen ist ein individuelles Konzept empfehlenswert, das gemeinsam mit kompetenten Planern entwickelt wird, denn „schnell und billig“ hilft beim Bauen niemandem wirklich weiter.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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