Frankfurt/Main. Die Piloten der Deutschen Lufthansa und ihres Tochterunternehmens Germanwings haben am frühen Montagmorgen ihren viertägigen Streik begonnen. Das bestätigten Sprecher beider Fluggesellschaften. Die Notflugpläne seien in Kraft getreten, sagten sie. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat die 4500 Piloten der größten deutschen Fluggesellschaft und ihrer Tochter Germanwings zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Laut Lufthansa werden voraussichtlich zwei Drittel der Flüge ausfallen. Normalerweise bietet das Unternehmen weltweit täglich rund 1800 Flüge an, darunter 160 Langstreckenverbindungen. Bei der Tochter Germanwings soll ein Ersatzflugplan 400 der 600 Flüge sichern. Lufthansa-Kunden können unter www.lufthansa.com über ihren gebuchten Flug informieren. Ob der gebuchte Flug stattfindet, lässt sich auch über die Hotline 0800/8506070 erfragen. Der Ersatzflugplan der Germanwings ist unter germanwings.com zu finden. Umbuchungen sind unter der Telefonnummer 0800/6644935 möglich.

Bei dem Streit geht es unter anderem um die Forderung der Pilotengewerkschaft, dass der deutsche Tarifvertrag auch für ausländische Piloten gelten soll, die für die Lufthansa oder eine ihrer Tochtergesellschaften fliegen. Die Lufthansa sieht darin eine unzulässige Einflussnahme auf betriebliche Entscheidungen und lehnt dies ab. Ein Gespräch zwischen beiden Seiten am Samstag hatte keine Annäherung gebracht. Der größte Pilotenstreik der vergangenen Jahre wird den Konzern nach internen Schätzungen pro Tag rund 25 Millionen Euro kosten.

ddp.djn/roy

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