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Nachhilfeunterricht: Vor Ort, online oder doch lieber beides?

Immer mehr junge Menschen brauchen Nachhilfe, um ihre schulischen oder akademischen Ziele zu erreichen. Die Nachhilfe-Industrie boomt, aber eine große Auswahl ist für diejenigen, die auf der Suche nach Hilfe sind, nicht immer vorteilhaft. Denn schnell stellt sich die Frage, wie im Angebots-Wirrwarr die richtige Lösung gefunden werden kann.

Für Nachhilfe gibt es gemeinhin zwei große Optionen: Nachhilfe von Angesicht zu Angesicht und Nachhilfe online. Beide Optionen haben ihre Vorteile und Nachteile. Möglicherweise wird in Zukunft auch immer mehr auf eine Mischung beider Angebote gesetzt.

So profitieren Lernwillige vom Unterricht zu Hause

Lange war es typisch, dass Lehrkräfte zum Schüler nach Hause kommen oder die Schüler zum Nachhilfelehrer fahren. Somit ist das die klassische Art, neben der Schule (oder manchmal neben dem Studium) zu lernen. Der große Vorteil ist dabei der persönliche Kontakt.

Schüler fühlen sich oftmals gut aufgehoben, wenn ihr Nachhilfelehrer jederzeit etwas erklären kann. Auch das Abfragen von Wissen ist leichter, wenn man sich gegenübersteht oder gegenübersitzt. Gute Nachhilfelehrer schaffen eine besondere Arbeitsatmosphäre, die genau zum Schüler passt.

Diese Form der Betreuung gibt es mittlerweile auch an anderen Orten. In den Sommermonaten kann der Nachhilfeunterricht nach draußen verlegt werden. Alternativ gibt es Lernzentren, Ganztagsangebote oder sogar Nachhilfeprogramme in Unternehmen. Größere Firmen präsentieren ihren Mitarbeitern manchmal zusätzliche Angebote im Bereich Work-Life-Balance als Anreiz für bessere Leistungen oder als Alternative zu einer Gehaltserhöhung. Ganztagsbetreuung oder Nachhilfeprogramme können Stress für Eltern reduzieren.

Deshalb werden Onlineangebote für Nachhilfe immer beliebter

Das Lernen von Angesicht zu Angesicht hat in den letzten Jahren grundsätzlich an Beliebtheit verloren. Überraschend ist das nicht – während der Corona-Pandemie gab es gar keine andere Möglichkeit, als das Lernen digital anzugehen. Somit haben sich viele Schüler und ihre Eltern daran gewöhnt, dass ab jetzt online gelernt wird.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Schüler müssen nicht erst zum Nachhilfelehrer fahren und auch der Lehrer muss keine Anfahrt einplanen. Somit können sowohl die Schüler als auch die Lehrer genau dort arbeiten, wo sie sich wohlfühlen.

Hinzu kommt, dass es digitale Lernprogramme gibt, die neue Reize setzen. Wenn Kinder und Jugendliche schon im Schulunterricht Probleme haben, fällt es ihnen oft schwer, nach der Schule im selben Umfeld zu lernen. Gute Nachhilfelehrer gestalten ihre Hilfe spielerisch und Lernprogramme können dabei helfen.

Eine hybride Strategie kann zum Erfolg führen

Unter Umständen ist es sinnvoll, sich gar nicht für oder gegen eine der Nachhilfe-Optionen zu entscheiden. Es geht auch beides. Hybride Nachhilfemodelle bauen darauf, das Beste aus beiden Lernarten herauszuholen. So kann beispielsweise eine Nachhilfestunde in den Räumlichkeiten des Nachhilfedienstleisters stattfinden – hier wird der persönliche Draht gefördert und Schüler können an einem anderen Ort lernen, um neue Reize zu setzen. Die zweite Stunde der Woche wird dann online durchgeführt. Dabei wird die Anfahrt gespart. Meist kann online dann der Fortschritt aus der Präsenzstunde besprochen werden.

Viele junge Menschen brauchen nicht nur mit einem Fach Hilfe. Somit kann es auch sein, dass für Mathematik die Nachhilfe Angesicht zu Angesicht notwendig ist. Hier kann der empathische und persönliche Ansatz gerade denjenigen helfen, die an Mathematik verzweifeln. Für andere Fächer wie Englisch oder Deutsch können viele Übungen aber problemlos digital erledigt werden und oftmals sind Lern-Apps (betreut durch den Nachhilfelehrer) viel effektiver als trockene Übungshefte.

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