Walldorf. SAP gilt als größtes Softwareunternehmen Europas. Der Konzern mit knapp 53.000 Mitarbeitern ist globaler Marktführer bei Unternehmenssoftware: SAP liefert die Software zur Abwicklung und Kontrolle aller Geschäftsprozesse wie Buchhaltung, Vertrieb, Einkauf, Produktion und Lagerhaltung.

SAP hat seinen Stammsitz im badischen Walldorf bei Heidelberg. Die Firma wurde 1972 von fünf ehemaligen IBM-Mitarbeitern gegründet. Der Name SAP steht für Systemanalyse und Programmentwicklung. Vertriebs- und Entwicklungsstandorte gibt es nach Angaben des Unternehmens in mehr als 50 Ländern.

Neben ihrem Haupt-Entwicklungszentrum am Stammsitz in Walldorf unterhält SAP die größten Entwicklungslabore in Bangalore in Indien sowie in Palo Alto in Kalifornien. Dazu kommen Standorte in Vancouver in Kanada, in Dublin und in Paris. Insgesamt gehören fast 15.000 Mitarbeiter zur Softwareentwicklung.

SAP gibt die Zahl seiner Kunden mit mehr als 105.000 an. Der Umsatz lag 2009 bei knapp 10,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn bei 1,75 Milliarden Euro. Vorstandssprecher sind Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe. Aufsichtsratschef ist Firmenmitbegründer Hasso Plattner.

Schärfster Konkurrent ist das US-Unternehmen Oracle. Ursprünglich vor allem als Marktführer für Datenbanksoftware bekannt, versucht Oracle seit einiger Zeit, aggressiv auf des Feld der Geschäftsanwendungen vorzudringen und damit SAP direkt anzugreifen. Oracle gibt die Zahl seiner Kunden mit mehr als 370.000 an; der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2009/2010 bei 26,8 Milliarden Dollar (20,1 Milliarden Euro), der Gewinn wurde mit 6,1 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) ausgewiesen.

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