Jena. Jenoptik trennt sich von seinem Weltraumgeschäft. Wie das TecDAX-Unternehmen am Sonntag mitteilte, werden sämtliche Geschäftsanteile der Tochtergesellschaft Jena-Optronik an einen global führenden Anbieter in der Luft- und Raumfahrt verkauft. Der Transaktion müssen noch die zuständigen Kartellbehörden zustimmen.

Der neue Eigentümer habe den Zuschlag in einem Bieterverfahren, an dem sich mehrere internationale Luft- und Raumfahrtunternehmen beteiligt hätten, erhalten. Alle 131 Mitarbeiter der Jena-Optronik würden vom neuen Eigentümer übernommen, hieß es. Über den Kaufpreis hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Durch den Verkauf werde die Nettoverschuldung des Jenoptik-Konzerns deutlich unter 100 Millionen Euro sinken. Rund 45 Millionen Euro hiervon seien durch langfristige Immobilienkredite abgesichert.

Durch die Einnahmen soll zudem die internationale Präsenz, vor allem in Nordamerika und Asien, ausgebaut und durch ausgewählte Großprojekte und gezielte kleinere Akquisitionen die Profitabilität des Konzerns erhöht werden.

Das Weltraumgeschäft steuerte im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei. 2010 will das Unternehmen knapp 500 Millionen Euro erlösen. Beim operativen Ergebnis (Ebit) werden mindestens 25 Millionen Euro angepeilt. Die Ergebnisprognose enthalte keine Erträge aus dem Verkauf der Jena-Optronik, hieß es weiter.

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