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Innovationsverband fordert bessere Finanzbasis für Marktzugang

Berliner Firmenchef: Noch zu wenig Innovationen aus der Hauptstadt

Berlin. Als eine der „drängendsten innovationspolitischen Aufgaben“ hat der Verband Innovativer Unternehmen (VIU) die Verbesserung der Finanzsituation für die  Industrieforschung in kleinen und mittleren Unternehmen angemahnt. Gegenüber Bundestagsabgeordneten forderte der Interessenvertreter forschender Mittelständler und industrienaher Forschungseinrichtungen (http://www.viunet.de) am Dienstag die Politik dazu auf, konkrete Entwicklungsprojekte über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des Bundeswirtschaftsministeriums hinaus zu fördern.

Verbandsvorsitzender Dr. Ralf-Uwe Bauer (Rudolstadt) regte in Berlin einen einmaligen Sonderzuschuss für solche Firmen an, die erstmals selbst Forschung und Entwicklung (FuE) betreiben. „Bund und Länder müssen mit Blick auf strukturschwache Regionen und industrielle Gründer weitaus mehr Unternehmen als bisher ermutigen, mit eigenen Innovationen strategische Wettbewerbsvorteile zu erreichen.“ Außerdem plädierte der Verband dafür, nach international bewährtem Muster ein zusätzliches FuE-Finanzierungsinstrument in Form zinsverbilligter staatlicher Kredite einzurichten. Diese sollten als Anschluss an eine FuE-Projektförderung bereitgestellt werden und den Marktzugang unterstützen.

„Mit solchen Maßnahmen ließe sich die Anzahl der forschenden Industrieunternehmen auch in der Hauptstadt erhöhen“, betonte Dr. Frank Weckend, Landessprecher des VIU für Berlin und Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik aus Adlershof. Angesichts des 2019 auslaufenden Solidarpakts und des bis dahin noch kaum greifenden „selbsttragenden Aufschwungs“ im Osten Deutschlands weiß der Firmenchef: Nur mit innovativen Angeboten könnten die Mittelständler im Land auch langfristig ihre Existenz und Position am Markt sichern. Deshalb, so der erfahrene Industrieforscher, hätte eine FuE-Startprämie strategische Bedeutung für die mittelständische Industrie.

Die sächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Marlies Volkmer mit einem Forschung treibenden Mittelständler (Quelle: Checkpoint-Media)
Die sächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Marlies Volkmer mit einem Forschung treibenden Mittelständler (Quelle: Checkpoint-Media)
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