Für Bankkunden hat die Sicherheit ihrer Einlagen oberste Priorität

Nicht die größtmögliche Rendite, sondern die Sicherheit ihrer Einlagen steht für Bankkunden an erster Stelle. Wie wichtig es den Bundesbürgern ist, dass die Kreditinstitute vorsichtig mit den ihnen anvertrauten Geldern umgehen, zeigte eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Softwareherstellers SAS: 84 Prozent der Befragten nähmen sogar niedrigere Zinsen bei kurzfristigen Geldanlagen in Kauf, wenn ihnen die Banken im Gegenzug das Gefühl der Sicherheit geben würden.

Foto: djd/BVR/thx

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Freiwillige Selbsthilfeeinrichtung

Der deutsche Gesetzgeber hat längst auf dieses Bedürfnis reagiert und für alle in Deutschland tätigen Banken die Sicherung der Kundeneinlagen vorgeschrieben. Auch die EU verpflichtete per Richtlinie ihre Mitgliedsstaaten dazu, entsprechende Systeme einzuführen und Kundengelder bis 100.000 Euro abzusichern. Die freiwillige Selbsthilfeeinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) beispielsweise geht über diese gesetzlichen Vorgaben allerdings noch hinaus und schützt – wie die freiwilligen Sicherungseinrichtungen der anderen Bankengruppen – die Einlagen der Kunden in vollem Umfang. Das betrifft Sparbriefe, Spar-, Termin- und Sichteinlagen sowie Festgelder, aber auch Inhaberschuldverschreibungen wie Zertifikate, die von den angeschlossenen Instituten herausgegeben wurden.

Gegenseitige Unterstützung im Notfall

Dieses Einlagensicherungssystem des BVR besteht seit mittlerweile 80 Jahren. Ziel ist der Schutz der Kundeneinlagen für den Fall der Zahlungsunfähigkeit eines einzelnen Kreditinstituts. Noch nie hat ein Kunde einer Volksbank oder Raiffeisenbank oder eines anderen angeschlossenen Instituts in der Zeit des Bestehens der Sicherungseinrichtung sein Geld verloren, noch nie ging eine Genossenschaftsbank in Insolvenz.

Prinzipiell ist zwar jede genossenschaftliche Bank selbst für den Schutz ihrer Kundeneinlagen und Mittel verantwortlich. Dies entspricht dem genossenschaftlichen Gedanken der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Für Krisenzeiten und Notfälle jedoch entwickelten die Kreditgenossenschaften die Idee, sich gegenseitig zu unterstützen. Dieser sogenannte Garantieverbund ist die älteste freiwillige Sicherungseinrichtung der Kreditwirtschaft, es ist weltweit das älteste ausschließlich privat finanzierte Sicherungssystem für Banken. Nach diesem Vorbild haben auch andere Bankengruppen freiwillige Sicherungseinrichtungen aufgebaut.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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