Aktuelle MeldungenVerschiedenes

So funktioniert die In-vitro-Fertilisation in Deutschland

Auch wenn man sich eine Schwangerschaft nicht unbedingt durch eine In-vitro-Fertilisation erträumt, so ist dieses Verfahren doch manches Mal für kinderlose Paare der letzte Ausweg. Wie die In-vitro-Fertilisation (kurz IVF) funktioniert und wie diese auch in Deutschland durchgeführt werden kann, verrät der folgende Artikel.

So funktioniert die In-vitro-Fertilisation in Deutschland
Quelle: pixabay.com/sciencefreak

Wann die IVF auch in Deutschland durchgeführt werden darf

Normalerweise verbietet das Embryonenschutzgesetz die IVF, sofern es sich um eine fremde Eizelle handelt. Mittlerweile haben sich die gesetzlichen Regelungen jedoch insoweit gelockert, dass Paare, die mehr als 12 Monate lang versuchen, erfolglos ein Kind zu zeugen, die IVF zumindest in Erwägung ziehen können. Dazu müssen diese Paare jedoch zunächst eine Kinderwunschklinik aufsuchen und andere Methoden, außer der IVF, ausprobieren, wie zum Beispiel der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion, kurz ICSI. Führen diese Methoden letztendlich nicht zu einer Schwangerschaft, so kann eine IVF von den Ärzten in Betracht gezogen werden. Die IVF kommt sogar noch früher zur Anwendung, wenn das Paar über 35 Jahre ist.

Wie läuft eine IVF ab?

Es gilt festzuhalten, dass sich die IVF, wie sie in der Fertilitätsklinik – Invimed durchgeführt wird, aus vielen Behandlungsschritten zusammensetzt. Zunächst wird dabei vom Mann ein aktuelles Spermiogramm angefertigt und die Frau einer ausführlichen Gesundheitsprüfung unterzogen, um sie bestmöglich auf die Hormonbehandlung vorzubereiten. Das Ziel in der Hormonbehandlung besteht dabei in der Reifung mehrerer Eizellen. Wenn diese ausgereift sind, wird der Eisprung ausgelöst und fünf bis fünfzehn Eizellen unter Narkose entnommen. Um diese dann im Labor zu befruchten, muss der Mann frisches Sperma abgeben.

Anschließend wird die befruchtete Eizelle dann in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Wie bei einer natürlichen Schwangerschaft auch, kann diese 14 Tage später durch einen Schwangerschaftstest nachgewiesen werden. Etwa weitere zwei Wochen später kann festgestellt werden, ob sich der Embryo auch entwickelt. Sofern sich dann herausstellen sollte, dass die IVF nicht erfolgreich gewesen ist, empfehlen Ärzte eine Pause von drei bis sechs Monaten einzulegen, bevor man mit der nächsten Behandlung beginnt.

Wie stehen die Chancen mit der IVF schwanger zu werden?

Wie hoch die Chancen einer eintretenden Schwangerschaft mit der IVF stehen hängt immer vom Alter, aber auch anderen individuellen Voraussetzungen ab. Pro Behandlungszyklus liegen die Chancen statistisch gesehen jedoch bei 15 bis 20 Prozent. Die Chancen steigen bei drei Behandlungszyklen sogar auf bis zu 44 Prozent, doch 56 Prozent aller Paare bleiben auch trotz einer IVF kinderlos.

Die Kosten der IVF

Pro Behandlungszyklus liegen die Kosten einer IVF bei etwa 3000 Euro. In den meisten Fällen werden anteilig 50 % der sehr hohen Kosten für die IVF jedoch von der Krankenkasse übernommen. Allerdings muss hierfür nicht nur ein Behandlungsplan vorgelegt, sondern auch Anträge und Formulare ausgefüllt werden. Um jedoch überhaupt Kosten bei der Krankenversicherung geltend machen zu können, muss das Paar verheiratet sein und sowohl Eizelle als auch die Spermien von beiden Partnern stammen. Des Weiteren muss das Ehepaar 40 Jahre alt sein, wobei die Frau nicht älter als 40 und der Mann nicht älter als 50 Jahre sein darf. Neben der anteiligen Kostenübernahme durch die Krankenkasse gibt es von den jeweiligen Bundesländern noch weitere Fördergelder.

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: [email protected]
Zeige mehr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an [email protected] (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"