Immobilien-Teilverkauf: Für wen ist das eine gute Möglichkeit?
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Immobilien-Teilverkauf: Für wen ist das eine gute Möglichkeit?

100 Prozent! Das ist ab 2040 der Besteuerungsanteil der gesetzlichen Rente, auch private Leibrente genannt. So wird der zukünftige Rentner nicht umher kommen zusätzlich zur erbrachten Lohnsteuer die hart erarbeiteten Rentenansprüche versteuern zu müssen. Viele Excel-Tabellen-Führer fürchten sich vor der Eintragung der Besteuerungserhöhung in der Zelle „B2“.

Die Angst vor finanziellen Engpässen im Rentenalter

Für viele Berufstätige, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, geht die Kalkulation nicht mehr auf. Ein Leben lang wurde dafür gearbeitet, um etwas aufzubauen. Es wurde geheiratet, ein Eigenheim aufgebaut und eine Familie gegründet. Alles verschlingt so viel Geld, dass man sich aus Angst vor unvorhergesehenen Dingen nichts mehr erlaubt. Im jungen Alter wurden sich Ziele gesetzt, um sie später außer Acht zu lassen.

Anfänglich sind die finanziellen Mittel nicht vorhanden, um sich die Träume zu verwirklichen und im fortgeschrittenen Alter muss eine Verantwortung der Familie und Freunde gegenüber getragen werden. Und am Lebensabend muss eine strenge Haushalts Kassenführung hingenommen werden, um sich die Butter für das Brot leisten zu können

Lebenskrisen Beratung, wenn man’s braucht

Doch wer kreativ ist, findet immer einen Weg zum Ziel. Beispielsweise ist der Immobilien-Teilverkauf mit der Volksbank realisierbar und durchaus eine Reise ins örtliche Beratungscenter wert. Im Fachjargon wird auch von einer Immobilienverrentung gesprochen. Der Immobilien-Teilverkauf eignet sich besonders für Menschen, die sich im Alter schnell zugängliches Kapital nicht zur Seite legen und lieber auf das Anlagevermögen setzen. Um sich endlich Träume erfüllen und das Leben in vollen Zügen genießen zu können, kann ein Teil des Anlagevermögens aufgelöst und als liquide Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Auch wenn es am Ende des Monats finanziell immer eng wird, kann die Liquidation erfolgen, um die Sorgen und Ängste zu nehmen und ein ruhiges Leben zu gewährleisten. Zudem ist es eine Möglichkeit den Kindern noch zu Lebzeiten ein schönes Geschenk zu machen und zu beobachten, welche Dankbarkeit sie dabei empfinden. Besonders junge Menschen und Familien brauchen in der Einstiegsphase des Lebens eine finanzielle Spritze.

Das passiert beim Immobilien-Teilverkauf

Der Verkäufer muss beim Immobilien-Teilverkauf eine monatliche Nutzungsgebühr an den neuen Miteigentümer entrichten
Bild von Nattanan Kanchanaprat auf Pixabay

Der Kunde entscheidet den Anteil des Eigentums, den er beabsichtigt abzugeben. Ein Gutachter übernimmt anschließend die Ermittlung des Verkehrswertes der Immobilie. Daraus ergibt sich schließlich der Verkaufspreis der Anteile, die 50 Prozent nicht überschreiten dürfen. In das Grundbuch wird bei Kaufabwicklung ein Nießbrauchsrecht des Verkäufers eingetragen, was einem Wohnrecht auf Lebenszeit gleichkommt. In der allgemeinen Nutzung und Vermietung der Immobilie gibt es keine Einschränkungen.

Der Verkäufer muss beim Immobilien-Teilverkauf eine monatliche Nutzungsgebühr an den neuen Miteigentümer entrichten, die sich an der Höhe des Auszahlungsbetrages orientiert. Den Anteilsabgaben zum Trotz, wird für den verbliebenen Eigentumsanteil im Nachgang noch immer an der Wertsteigerung der Immobilie partizipiert. Diese Art der Liquidation ist insbesondere für Rentner geeignet, die verpasst haben, ihre Träume zu verfolgen, die sich Sorgen über die finanzielle Zukunft machen, die ihren Kindern eine Freude machen wollen oder einfach nur das Anlagerisiko streuen möchten.

Wie bei allen Investitionsentscheidungen sollte dennoch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt werden, da sich ein altbewährtes Annuitätendarlehen als günstiger erweisen könnte, um eine Fantasievorstellung real werden zu lassen. Dafür muss lediglich der Betrag des effektiven Jahreszinses des Annuitätendarlehens mit den Jahresgesamtkosten der Nutzungsgebühren, den Kosten für Verkaufsprovisionen und den Erträgen aus Wertsteigerungen berücksichtigt werden.

Das Potential der Zusammenarbeit mit der Hausbank, um bei privaten Anlageinvestitionen das Risiko zu streuen, ist nicht zu unterschätzen. Wenn ein klärendes Gespräch bei der Hausbank gesucht wird und eventuell eine zukünftige Zusammenarbeit entsteht, ergeben sich Vorteile für beide Seiten.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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