Mannheim. Die Heizölbranche im Südwesten und in Mitteldeutschland muss 2009 ein Absatzminus von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Wie der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) bei seiner Jahrespressekonferenz am Mittwoch in Mannheim mitteilte, wird der Heizölabsatz bis Ende des Jahres voraussichtlich bei etwa 6,6 Millionen Tonnen liegen.

Während die Kunden in den VEH-Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Thüringen noch im ersten Jahresquartal viel Heizöl abnahmen, sei die Nachfrage seit den Sommermonaten bis jetzt zurückgegangen, sagte Rudolf Bellersheim, Erster Vorsitzender des VEH. «Ein Wintereinbruch wie in den letzten Tagen könnte die Nachfrage noch einmal anziehen lassen», sagte er.

Der Grund für die geringe Nachfrage seien gut gefüllte Tanks bei den Kunden. «Die Verbraucher haben die sinkenden Heizölpreise Ende letzten, Anfang dieses Jahres genutzt, um sich kräftig zu bevorraten», sagte Bernd Schilly, der Zweite Vorsitzender des VEH. Seiner Auffassung zufolge zeigt dies, dass die hohen Preise 2008 ein Umdenken bei den Verbrauchern bewirkt hätten. So sei die Preissensibilität deutlich gestiegen, die Kunden würden sehr bewusst und vorausschauend kaufen. «Sie behalten den Heizölmarkt und die Preise aufmerksam im Blick», sagte Schilly.

Während der Heizölpreis im März mit weniger als 50 Cent pro Liter den diesjährigen Tiefstand erreichte, hätten sich die Preise seit Jahresmitte mit Ausschlägen nach oben und unten um die 55- bis 60-Cent-Marke pro Liter Super-Heizöl bewegt. Auch für 2010 sei ein vergleichbares, entsprechend moderates Preisniveau von 55 bis 70 Cent je Liter wahrscheinlich.

ddp.djn/swo/jwu

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