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Grenzenloser Konsum war gestern: Nachhaltige und umweltschonende Stoffe zunehmend im Trend

Arco (Italien) – Nachhaltigkeit ist “in” und das nicht nur, weil es ein Synonym für Zukunftsfähigkeit ist. Daher nehmen immer mehr Unternehmen CSR – Corporate SocialResponsibility – in ihre Unternehmensziele auf und halten darüber hinaus klare Richtlinien in ihrem Nachhaltigkeitsreport fest, es fehlt aber noch oft an konsequenter Umsetzung. Viele Branchen stehen allerdings noch vor der Mammutaufgabe, gemeinsame, weltweite Systeme zur Überwachung und Einhaltung nachprüfbarer sozialer und ökologischer Standards zu etablieren. Unternehmen, die ihre Verantwortung für die Folgen ihres Kerngeschäfts auf Mensch und Umwelt wahrnehmen wollen (Corporate Social Responsibility), können dies in der Regel nicht alleine bewältigen. Eine Kooperation mit Zulieferern, NGOs und anderen Unternehmen ist daher essentiell. Hierbei geht es keineswegs um Kartellbildung, sondern darum, gemeinsame ökologische und soziale Standards zu entwickeln und durchzusetzen. Angesichts von Klimawandel, Wirtschaftskrise und Globalisierungskritik orientieren sich Verbraucher zunehmend an Werten wie Umweltfreundlichkeit oder sozialer Gerechtigkeit. Das positive Image, das sich Unternehmen mit authentischen CSR-Initiativen aufbauen, macht sie zudem als Arbeitgeber attraktiv. Giulio Bonazzi, CEO von Aquafil und Initiator des ECONYL® Regenerationssystems, zeigt Beispiele, welche Branchen und Unternehmen sich bereits der Nachhaltigkeit verpflichtet haben.

Copright: Shutterstock.com/profile_wk1003mike
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Green Living mit Eco Design

Green Building ist nicht länger eine Nische im Konstruktionsbereich auf der ganzen Welt. Der Markt reift und entwickelt sich weiter. Grün zu handeln, ist ein echter Wettbewerbsvorteil in einem zunehmend wettbewerbsorientierten globalen Markt. Nachhaltige Materialien auszuwählen, ist eine der vielen Möglichkeiten, bei denen Innenarchitekten und Architekten den größten Einfluss besitzen, die Nachhaltigkeitsziele ihres Projektes zu erreichen.

Mit dem Fokus auf grünes Design, können Innenarchitekten und Architekten neue Kunden gewinnen. Der Einsatz nachhaltiger Materialien, beispielsweise in Teppichböden, bietet mehrere Vorteile für die Umwelt: einen reduzierten Energieverbrauch, geringere Treibhausgasemissionen, den Schutz von natürlichen Ressourcen, eine geringere Wassernutzung oder die Verbesserung der Luftqualität. Da Investoren und Nutzer immer wissender und besorgter in Bezug auf ökologische und soziale Auswirkungen der Gebäude-Umwelt sind, genießen Gebäude mit besseren Nachhaltigkeitsreferenzen höhere Vermarktbarkeit. Teppichhersteller wie Desso oder Interface greifen schon länger auf nachhaltige Materialien für ihre Teppiche zurück, da die Produkte zu einem gesünderen Raumklima beitragen sollen. Darüber hinaus legen sie großen Wert darauf, dass Materialien abgebaut und sicher recycelt werden können.

Green Thinking in der Veranstaltungsbranche

Auch in der Veranstaltungsbranche ist Nachhaltigkeit ein zentrales Thema und wird künftig eine noch größere Bedeutung annehmen. Unter dem Schlagwort “Green Meetings” werden so beispielsweise Live-Kommunikationsmaßnahmen, Kongresse, Messen und Tagungen immer häufiger unter umweltfreundlichen Gesichtspunkten geplant und durchgeführt. Auch regionales oder saisonales Catering, abfallvermeidendes Mehrweggeschirr, energiesparende Technologien oder die klimaverträgliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gehören vielerorts mittlerweile zum Standard. Doch auch soziale Aspekte wie die Mitarbeitergesundheit sowie nachhaltiges wirtschaftliches Handeln rücken in den Fokus. Denn Unternehmen, die sich selber an CSR-Prinzipien orientieren, legen bei der Auswahl von Veranstaltungsorten sowie von Messe- und Eventdienstleistern Wert auf Kompetenzen und Referenzen in diesem Bereich. Sie erwarten Veranstaltungen, die in der gesamten Angebotspalette nachhaltig ausgerichtet sind. So wurde das “Kongress Palais Kassel” bereits im Jahr 2009 als erstes Veranstaltungshaus in Deutschland nach dem Nachhaltigkeitsstandard “Green Globe” zertifiziert und spielt seitdem eine Vorreiterrolle in der Branche.

Automobilbranche: Grün Gas geben

Die deutschen Automobilhersteller und deren Zulieferer sind im Umweltschutz vorbildlich und sich ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt bewusst. Von der Auswahl der Materialien, über die Produktion, den kraftstoffsparenden Betrieb bis hin zum Schließen von Stoffkreisläufen am Ende des Lebenszyklus eines Fahrzeugs. Die Autobauer forschen ständig, um Produktionsverfahren und Materialien im Sinne des Ressourcenschutzes weiter zu optimieren. In den vergangenen zwei Jahrzehnten konnten deutsche Automobilhersteller deutliche Erfolge im Einsatz natürlicher Ressourcen in der Automobilfertigung erzielen. So erwirtschaftet der Münchener Automobilhersteller BMW bereits 9,2 Prozent seines Umsatzes über sein nachhaltiges Image. Dabei ist es nicht nur die faktische Nachhaltigkeit des Produktes, die Konsumenten vom Kauf überzeugt, sondern vor allem auch das nachhaltige Markenimage. BMW ist es gelungen, durch seine wahrgenommene Vorreiterrolle in der Elektromobilität, den Ausstieg aus der Formel 1 und anderen kommunikativ wirksamen Maßnahmen, ein hoch umsatzrelevantes Nachhaltigkeitsimage aufzubauen. Außerdem setzen sie beispielsweise auch bei der Gestaltung der Automobilinnenräume auf nachhaltige Materialien: Die Fußmatten des Elektroauto BMW i3 werden aus 100 Prozent regeneriertem ECONYL® Nylon gefertigt, welches aus recycelten Wertstoffen in alten Teppichen, Textilien oder Fischernetzen gewonnen und zu hochwertigem Garn verarbeitet wird.

Quelle: Mashup Communications GmbH/Aquafil S.p.A.

Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
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