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Dillinger Hütte erleidet 2009 deutlichen Gewinneinbruch

Dillingen. Der Stahlhersteller Dillinger Hütte hat im Krisenjahr 2009 bei Umsatz und Gewinn deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der Umsatz sank von 3,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 2,3 Milliarden Euro und der Gewinn (Ebit) von 890 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 131 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Dillingen (Landkreis Saarlouis) mitteilte. Grund dafür sei ein starker Nachfragerückgang ab dem zweiten Quartal 2009 gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende Paul Belche. «Die Krise hat auch uns zeitverzögert stark getroffen.»

Die Preise für Grobblech seien schon ab dem dritten Quartal 2008 zurückgegangen, erläuterte Belche. Es habe starke Nachfrageeinbrüche in allen Abnehmersegmenten gegeben. Daher musste auch die Auslastung der Anlagen des Unternehmens stark gedrosselt werden.

Die Zahl der Mitarbeiter am Standort Dillingen sank nur leicht von 5322 im Jahr 2008 auf 5296. Als Gründe nannte das Unternehmen die Einführung der Kurzarbeit von Juni 2009 bis Anfang 2010, den Abbau von Leiharbeitern und Ferienbeschäftigten und intensive Zeitkontenreduzierung.

Für 2010 erwartet die Dillinger Hütte weitere Umsatz- und Gewinnrückgänge. Schon zu Beginn des Jahres habe sich ein deutlich geringerer Auftragsbestand als in den Vorjahresmonaten abgezeichnet, sagte Belche. Dazu habe es im vergangenen Jahr große Rohrblech-Aufträge der Firma Europipe gegeben, die in diesem Jahr wegfielen. Optimistisch stimme jedoch eine größere Buchung von Europipe für den zweiten Strang der Nord Stream-Pipeline.

Seit Mitte des ersten Quartals habe die Dillinger Hütte auch erstmals ihre Preise anheben können, sagte Belche. Es sei aber abzusehen, dass die Preise noch weiter angehoben werden müssten, um steigende Rohstoffpreise zu kompensieren.

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