Pastöse Putze eignen sich sehr gut als Endbeschichtung für Wärmedämmverbundsysteme. Dr. Hans Klein, Vorsitzender der Fachgruppe Putz & Dekor im Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL), erklärt, was diese Materialien können. Warum eignen sich die verschiedenen pastösen Putze so gut für die Beschichtung von Innenwänden und Fassaden? – Pastöse Putze erbringen echte Höchstleistungen. Sie schützen Hauswände vor Schäden durch Schlagregen und Hagel und können feine Risse überbrücken. Sie punkten durch eine hohe Farbtonstabilität und schützen das Haus vor Mikroorganismen sowie eindringendem Wasser. Ihre mechanische Belastbarkeit ist dank der hohen Elastizität sehr gut, entsprechend lang ist auch die Lebensdauer. Sollte das Erscheinungsbild einmal nicht mehr gefallen, lässt es sich problemlos verändern. Dispersionsputz, Silikatputz, Silikonharzputz: Was sind die Vorteile der einzelnen Putztypen und welcher kommt wo zum Einsatz? – Dispersionsputz beispielsweise besitzt eine hohe Elastizität. Mit diesem Material ist eine nahezu unbeschränkte Farbvielfalt möglich. Silikonharzputz wiederum schützt am besten vor Regen und Wettereinwirkungen.

Verputzte Fassaden sind nicht nur im Fachwerk ein schönes architektonisches Gestaltungselement. Foto: djd/Deutsches Lackinstitut/Michael Bross

Verputzte Fassaden sind nicht nur im Fachwerk ein schönes architektonisches Gestaltungselement. Foto: djd/Deutsches Lackinstitut/Michael Bross

Silikatputz besitzt eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und punktet durch seine vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten je nach Körnung und Applikationsverfahren. Hervorzuheben ist seine natürliche Wirkung gegen Schimmelbefall auf Innenwänden. Alle Putztypen können sowohl auf Fassaden als auch in Innenräumen verwendet werden. Auf welche Untergründe lassen sich die Putze auftragen? – Dispersions- und Silikonharzputze haften auf allen tragfähigen Untergründen außer solchen der sogenannten Mörtelgruppe P1.

Silikatputze können dagegen nur auf mineralischen Untergründen aufgebracht werden. Wichtig ist, dass die Wand vor dem Verputzen gut vorbereitet wird. Sie sollte sauber, trocken und glatt sein. Informationen gibt es auf der Seite www.putz-dekor.org im Internet. Nach einer Renovierung ist meistens noch ein wenig Restputz übrig. Wie entsorgt man den richtig? – Kleinere Restmengen aus Privathaushalten sollte man eintrocknen lassen, danach gehören sie in den Hausmüll.

Daten/Fakten oder Kurztext Pastöse Putze schützen das Haus

Dispersionsputz, Dispersionssilikatputz und Silikonharzputz gehören zu den pastösen Putzen. Dr. Hans Klein von der Fachgruppe Putz & Dekor im VdL empfiehlt, eine fachgerechte Beratung beim einschlägigen Handwerksbetrieb einzuholen. Der Fachmann kann am besten beurteilen, welcher Putztyp für Fassade oder Innenwand geeignet ist. So werden innen und außen alle Gestaltungsmöglichkeiten genutzt und die Wand ist gut vor Feuchtigkeit und mechanischen Beanspruchungen geschützt, was eine hohe Lebensdauer verspricht. Unter www.putz-dekor.org gibt es mehr Informationen.

Quelle: djd

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