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Als Arzt bewerben: Die besten Tipps und Tricks

Der Weg zum Arzt ist lang und zeitintensiv. Allein das Studium nimmt mehrere Jahre in Anspruch, während derer sich die meisten wahrscheinlich irgendwann fragen, warum sie das eigentlich alles machen und ob es das wirklich wert ist. Doch hat man das Studium hinter sich gebracht, nehmen sich die Wenigsten Zeit, sich von den Jahren des Lernens zu erholen, sondern zerbrechen sich den Kopf, wie man denn jetzt am besten und idealerweise schnellstens an einen guten Job kommt. Um die Erfolgschancen bei einer Bewerbung zu erhöhen, können einige Tipps helfen.


Die Bewerbung


Wie bei allen Bewerbungen gilt es direkt zu Anfang einen guten Eindruck zu machen, um für die engere Auswahl berücksichtigt zu werden. Dafür ist eine gute Organisation das A und O, denn so gelingt es einem, sich an alle Abgabetermine zu halten und, ganz besonders wichtig, die Bewerbung mit allen benötigten Materialien abzugeben. Grundsätzlich sollte die Bewerbung aus vier Teilen bestehen, wobei es bei dem ein oder anderen Klinikum auch extra Anforderungen geben kann. Die vier Basiselemente sind dabei das Deckblatt, ein Bewerbungsschreiben, den eigenen Lebenslauf (oder auch Curriculum Vitae) und Anlagen mit einem kurzen Inhaltsverzeichnis.

Das Deckblatt

Beim Deckblatt ist es wichtig die perfekte Balance zwischen professionellem Design, aber auch Individualität zu finden. Damit ist gemeint, dass das Deckblatt nicht zu kreativ oder „verrückt“ gestaltet werden sollte, da dies schnell unprofessionell wirken kann. Wirkt das Design allerdings zu Basic, so droht man in der Menge an Bewerbern unterzugehen, da man nicht das Interesse weckt und so nicht im Gedächtnis bleibt. Farblich kann man sich dabei beispielsweise von der Homepage des jeweiligen Krankenhauses inspirieren lassen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird diese in einem bestimmten Farbspektrum gestalten sein, was auf den Personalchef einen guten Eindruck hinterlässt, da es zeigt, dass man sich mit diesem bestimmten Krankenhaus beschäftigt hat.
Das Deckblatt sollte neben einem seriösen Bewerbungsfoto auch die persönlichen Daten enthalten und ein kurzes Inhaltsverzeichnis. Außerdem sollte auf dem Deckblatt auch das Wort „Bewerbung“ vorkommen und die Stelle, auf die man sich bewirbt.


Das Bewerbungsfoto


Das Bewerbungsfotos sollte von einem professionellen Fotografen aufgenommen werden, damit garantiert wird, dass die Pose und die Belichtung perfekt sind. Bezüglich der Mimik sollte ein freundlicher, aber doch kompetenter Eindruck erzeugt werden. Damit ist gemeint, dass der Bewerber auf dem Bild freundlich lächeln sollte, aber nicht zu albern aussieht. Der lächelnde Gesichtsausdruck ist wichtig, da der Personalchef letztendlich auch ein Gefühl dafür bekommen wird, wie man sich selbst im Umgang mit den Patienten präsentiert. Ein zu ernster Gesichtsausdruck kann einen gewissen Grad an Negativität vermitteln, den es im Umgang mit Patienten natürlich zu vermeiden gilt.
Was das Erscheinungsbild angeht, so ist es wichtig, dass man gepflegt und ordentlich aussieht. Männer sollten in diesem Sinne frisch rasiert und frisiert sein, um einen hygienischen Eindruck zu hinterlassen. Auch die weiblichen Bewerber sollten die Haare ordentlich gewaschen und frisiert haben und ein natürliches, dezentes Make-Up zu wählen
Kleidungstechnisch gilt für beide Geschlechter, dass man ein seriöses Outfit wählt (bei Männern zum Beispiel ein Hemd und bei Frauen eine Bluse) und die Kleidung ordentlich gebügelt ist. Zusammenfassend sollte man also unbedingt einen unhygienischen Eindruck vermeiden.
Für diejenigen, die sich im Übrigen außerhalb Deutschlands auf Stellenangebote für Assistenzärzte bewerben wollen, gilt es zu berücksichtigen, dass dort andere Forderungen herrschen könnten und dabei zum Beispiel kein Foto erwünscht ist!


Das Bewerbungsschreiben


Bezüglich des Bewerbungsschreibens gilt kurz und knapp seine Motivation darzulegen und warum man selbst für diesen Job geeignet ist. Beim Lesen sollte der zuständige Personalchef ein Gefühl für die Persönlichkeit des Bewerbers bekommen, weswegen viel Wert auf Rechtschreibung und angemessenes Vokabular gelegt werden sollte. Wichtig ist außerdem ein realistisches Bild von sich zu präsentieren, sprich, nichts erfinden, denn sollte man für den Job in Betracht gezogen werden, wird sich früher oder später herausstellen, ob die Dinge in der Bewerbung auch der Wahrheit entsprachen oder nur aus der Luft gegriffen wurden. Letztendlich spricht nichts dagegen manche Fakten vielleicht etwas zu beschönigen, aber auf keinen Fall sollte das Bewerbungsschreiben Lügen enthalten.
Das Dokument sollte nicht mehr als eine Din A4-Seite füllen und sollte außerdem alle wichtigen persönlichen Daten enthalten wie den Namen des Bewerbers, die Adresse und andere Kontaktdaten.


Die Gestaltung des Lebenslaufes


Neben den wichtigen persönlichen Daten, sollten auf dem Lebenslauf auch die wichtigsten Stationen im Leben des Bewerbers aufgelistet sein. Dazu gehört zum Beispiel die Abschlussnote des Gymnasiums und Studiums. Einen guten Eindruck erzeugen auch immer absolvierte Praktika, die relevant für den Job sind, denn es zeigt dem Personalchef, dass man engagiert und passioniert in dem Beruf als Arzt ist. Aber auch andere Praktika, die zum Beispiel soziale Kompetenzen belegen, sollten aufgeführt werden, da auch dies ein wichtiger Teil der Arbeit als Arzt ist.
Wichtig zu beachten ist auch die Form des Curriculum Vitaes, denn er sollte nicht mehr als zwei Din A4 Seiten füllen. Außerdem sollte bei der Auflistung der Daten darauf geachtet werden, dass man mit dem letzten Job/Studium beginnt und sich somit rückwärts auf der Zeitachse bewegt.


Wichtige Bewerbungsanlagen

 

Die Bewerbung sollten Siie mit allen benötigten Materialien abgeben.
Foto: Racle [email protected]

Als Anlagen werden wichtige Dokumente bezeichnet, die für die Bewerbung relevant sind. Dazu gehören zum Beispiel Grundschulzeugnisse oder Praktikabescheinigungen, also quasi Dokumente, die die Echtheit der im Lebenslauf niedergelegten Ereignisse belegen. Reihenfolgetechnisch sollte beachtet werden, dass die aktuellen Dokumente ganz oben liegen sollten und die Dokumente, die weiter in der Vergangenheit liegen, hinten in der Mappe zu finden sind.


Onlinebewerbung


Eine klassische Bewerbungsmappe wird heutzutage nur noch von wenigen Kliniken angefordert. Die meisten fordern, der Einfachheit halber eine Onlinebewerbung an, bei denen der Bewerber ein Formular online ausfüllen muss. Obwohl dieser Prozess digital stattfindet, enthält er trotzdem meist die gleichen Anforderungen wie eine klassische Bewerbung.


Das passende Layout


Egal, ob man sich online, per E-Mail oder klassisch bewirbt, das passende Layout ist essenziell. Das bedeutet unter anderem, dass die Bewerbung frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sein sollte und außerdem, dass die Schriftart eine der klassischen sein sollte wie zum Beispiel Times New Roman. Mit klassischen Schriftarten sind diejenigen gemeint, die gut lesbar und nicht zu verschnörkelt sind. Auch hierbei gilt wieder: Die richtige Balance zwischen Seriosität und Individualität finden. Beim restlichen Layout hilft es sich an die 11-13-15 Regel zu halten, weil man damit selten etwas falsch machen kann. 11 steht dabei für die Schriftgröße in Fließtexten, 13 als Schriftgröße für Adressenangaben und 15 für die Überschriften.

 

Fazit


Die Bewerbung sollte zusammenfassend gesagt einen seriösen Eindruck machen und ein realistisches Bild vom Bewerber widerspiegeln. Dabei gilt es die Balance zwischen Individualität und professionellem Verhalten zu meistern. Hangelt man sich an den Tipps entlang, stehen die Chancen gut, eine Stelle als Assistenzarzt zu bekommen.

 

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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