Berlin. Die Mehrheit der Deutschen glaubt, von den ersten zehn Jahren des neuen Jahrtausends materiell nicht profitiert zu haben. 63 Prozent finden einer Umfrage zufolge, es gehe ihnen wirtschaftlich genauso gut oder schlecht wie zu Beginn des Jahrzehnts. Weitere 24 Prozent gaben in einer Erhebung des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK für die «Welt am Sonntag» an, es gehe ihnen schlechter. Nur 13 Prozent sind der Meinung, es gehe ihnen heute wirtschaftlich besser als noch vor zehn Jahren.

Nicht einmal jeder Fünfte erwarte, dass es ihm in zehn Jahren wirtschaftlich bessergehen wird, heißt es in der Umfrage weiter. Allerdings ist die Gruppe der Optimisten mit einem Anteil von 18 Prozent der Befragten etwas größer als die der Pessimisten (16 Prozent). Knapp zwei Drittel rechnen damit, dass ihr materieller Lebensstandard unverändert bleiben wird. In Ostdeutschland ist der Prozentsatz derer, die für sich persönlich eine negative wirtschaftliche Bilanz aus der vergangenen Dekade ziehen, mit 35 Prozent deutlich größer als in Westdeutschland (22 Prozent).

Besonders hoch ist der Anteil derer, die die vergangenen zehn Jahre für sich selbst als verlorenes Jahrzehnt sehen, unter den 50- bis 59-Jährigen. In dieser Altersgruppe gaben 34 Prozent an, ihnen gehe es heute wirtschaftlich schlechter als vor zehn Jahren. Mit Blick auf das kommende Jahrzehnt ist die Hoffnung am größten unter den 20- bis 29-Jährigen. Von ihnen erwarten 36 Prozent eine Verbesserung der eigenen materiellen Situation. Nur neun Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

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