Frankfurt/Main (ddp.djn). Die Maschinenbaubranche leidet weiter unter erheblichen Bestellrückgängen. Wie der Branchenverband der Maschinen- und Anlagenbauer VDMA am Donnerstag im Frankfurt am Main mitteilte, sank die Zahl der Neuaufträge im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent. Dabei seien die Order aus dem Inland um 41 Prozent und aus dem Ausland um 44 Prozent zurückgegangen.

Der Bestellrückgang von 43 Prozent «ist für sich gesehen nach wie vor wenig ermutigend», sagte VDMA-Präsident Manfred Wittenstein. Mit Blick auf die in den vergangenen Monaten abnehmenden Minusraten sehe er jedoch die Vermutung bestätigt, dass «wir uns im Kurvenverlauf deren Tiefpunkt nähern». Allerdings verlaufe dieser Prozess «äußerst zäh». Zudem sei er nicht eindeutig genug, «um klar sagen zu können: Die Talsohle im Maschinenbau ist erreicht», erklärte er weiter. Dennoch gebe es erste Hoffnungsschimmer. Textilmaschinen und Fluidtechnik hätten «offenbar das Schlimmste hinter sich».

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Mai bis Juli ergibt sich laut VDMA binnen Jahresfrist ein Rückgang um insgesamt 46 Prozent. Bei den Inlandsaufträgen belaufe sich das Minus auf 43 Prozent, bei den Auslandsbestellungen auf 47 Prozent. Der VDMA vertritt über 3000 Unternehmen mit knapp einer Million Beschäftigten in Deutschland. Dabei gilt der exportlastige Maschinen- und Anlagenbau als Frühindikator für eine wirtschaftliche Erholung.

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