Ludwigshafen. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF übernimmt den Spezialchemiekonzern Cognis. Der Kaufpreis für das Eigenkapital beträgt 700 Millionen Euro, wie der DAX-Konzern am Mittwoch mitteilte. Nettofinanzschulden und Pensionsverpflichtungen eingeschlossen ergebe sich ein Unternehmenswert von 3,1 Milliarden Euro. Der Kauf unterliege noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet BASF spätestens im November 2010.

Cognis hat seinen Sitz im nordrhein-westfälischen Monheim am Rhein. Der Konzern beschäftigt weltweit in 30 Ländern rund 5500 Mitarbeiter, davon 2100 in Deutschland. Weitere Standorte befinden sich in Monheim, Düsseldorf und im schwäbischen Illertissen. Das Unternehmen ging 1999 aus der Chemiesparte des Konzerns Henkel hervor und wurde 2001 an Finanzinvestoren um Permira und Goldman Sachs verkauft.

Der Ludwigshafener Konzern BASF ist mit mehr als 100 000 Mitarbeitern und rund 385 Produktionsstandorten das weltweit größte Chemieunternehmen.

Cognis stellt Produkte für den Ernährungs- und Gesundheitsmarkt sowie für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie her. Ein weiterer Schwerpunkt sind Produkte für industrielle Märkte wie Bergbau, Schmierstoffe, Farben und Lacke sowie Pflanzenschutz. 2009 erzielte Cognis einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 322 Millionen Euro.

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