Hamburg – Das Projektkonsortium um RWE Dea hat einen bedeutenden Auftrag über den Bau der Gasaufbereitungsanlage und der zugehörigen Infrastruktur für das Erdgasprojekt Reggane Nord in der algerischen Sahara vergeben. Der Auftrag umfasst ein Investitionsvolumen von 976 Millionen US-Dollar und stellt einen wichtigen Schritt für das Projekt dar.

Der Vertrag über den Bau der Gasaufbereitungsanlage und der zugehörigen Infrastruktur, inklusive Sammelleitungssystem für das Erdgas und einer Export-Pipeline, wurde am Donnerstag von den Vertretern des Groupement Reggane, dem auch RWE Dea angehört, unterschrieben. Der Vertrag mit einem Auftragsvolumen von 976 Millionen US-Dollar wurde an das Unternehmen Petrofac International (UAE) LLC vergeben und sieht die Fertigstellung der Anlagen innerhalb von 36 Monaten vor. Nach Fertigstellung wird die Gasaufbereitungsanlage eine Verarbeitungskapazität von acht Millionen Kubikmetern Gas pro Tag bereitstellen können.

Quellenangabe: "obs/RWE Dea AG"

Quellenangabe: “obs/RWE Dea AG”

Dem Groupement Reggane gehören neben der RWE Dea AG, die mit 19,5% beteiligt ist, das algerische Unternehmen Sonatrach (40%) sowie die spanische Repsol (Betriebsführer mit 29,25%) und die italienische Edison (11,25%) an.

“Mit dem Baubeginn der Anlagen erreichen wir einen sehr wichtigen Meilenstein und wir freuen uns, dass wir das Projekt nun in die nächste Phase überführen können”, sagte Christoph Schlichter, Senior Vice President Production North Africa der RWE Dea AG. “Parallel bereiten wir mit den weiteren Projektaktivitäten alles für den im Sommer 2017 geplanten Produktionsstart vor”, erklärte Schlichter.

Insgesamt sieht die erste Bohrkampagne die Fertigstellung von 26 Entwicklungsbohrungen vor. Einen entsprechenden Vertrag zur Sicherung der Bohranlagenkapazität konnte das Groupement bereits im März dieses Jahres unterzeichnen.
Im April 2014 wurde im Lizenzgebiet zudem eine 3D-Seismik-Kampagne erfolgreich beendet. Die Seismik-Akquisition umfasste ein Gebiet von 1.450 Quadratkilometern. Die derzeit in Auswertung befindlichen Daten dienen als Ergänzung zu bereits vorhandenen umfangreichen Daten aus früheren Seismik-Kampagnen und sollen die Qualität der Informationen über die geologische Struktur der verschiedenen Lagerstätten weiter verbessern.

“Die zu erwartende Gasreserven des Reggane-Projekts werden zukünftig einen signifikanten Beitrag zur Steigerung der Gasproduktion von RWE Dea leisten”, unterstrich Dirk Warzecha, Chief Operating Officer der RWE Dea AG.
RWE Dea nahm im Jahr 2002 mit den Partnern Sonatrach, Repsol (als Betriebsführer) und Edison im Konzessionsgebiet Reggane Nord die Explorationsaktivitäten auf und konnte in den darauffolgenden Jahren entsprechende Gasfündigkeiten nachweisen.

Der nach der Exploration erstellte Feldesentwicklungsplan sieht die Förderung von insgesamt ca. 48 Milliarden Kubikmetern Erdgas vor. Die Gesamtinvestitionen für das Entwicklungsprojekt liegen bei rund drei Milliarden US-Dollar. Der Zeitraum für die Förderung wird mehr als 25 Jahre betragen.

Hintergrundinformationen

Die RWE Dea AG mit Sitz in Hamburg ist eine international tätige Explorations- und Produktionsgesellschaft für Erdgas und Erdöl. Das Unternehmen verfügt über modernste Bohr- und Fördertechniken und bringt langjährige Erfahrung in seine Aktivitäten ein. In den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz hat RWE Dea Maßstäbe gesetzt.

RWE Dea ist an Förderanlagen und Gewinnungsberechtigungen in Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Ägypten und Algerien beteiligt und verfügt über Explorationserlaubnisse in Irland, Libyen, Mauretanien, Polen, Suriname, Trinidad und Tobago und Turkmenistan. In Deutschland betreibt RWE Dea darüber hinaus große unterirdische Erdgasspeicher. RWE Dea gehört zur RWE-Gruppe, einem der größten Energieversorgungsunternehmen Europas.

Quelle: ots

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: