Rundum-Service bei Standort- und Unternehmensschließungen

Es ist fast immer ein Schock und mit menschlichen Schicksalen verbunden: Ein Unternehmen schließt einen Standort oder stellt sogar den kompletten Betrieb ein. Die Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz – oftmals nach vielen Jahren der Betriebszugehörigkeit. Die Unternehmensführung steht bei solch einem Projekt gehörig unter Druck. Aber es gibt noch andere Probleme, die zu lösen sind: Was geschieht mit den aufzugebenden Betriebsstätten, was wird aus dem Inventar? Welche Werte gibt es überhaupt? Was lässt sich davon verkaufen? Wer kann in solchen Situationen helfen?

Wertermittlung wirft fast immer Fragen auf

Die Herausforderung bei Standortauflösungen fängt damit an, dass seitens der Unternehmensführung häufig keine Klarheit darüber besteht, welche Vermögensgegenstände vorhanden und welche Werte ihnen beizumessen sind. Zwar ist in den Büchern die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfasst, wenn es aber darum geht, diese Ausstattung für den Verkauf exakt zu beziffern, beginnen die Schwierigkeiten. Oftmals wurden im Lauf der Zeit kleinere Betriebe samt Inventar übernommen oder Maschinen zwischenzeitlich in Stand gesetzt, so dass der Buchwert meist nur ein fiktiver Wert ist. Doch wer kennt den tatsächlichen Marktwert von tausenden erfassten Objekten? Zu welchem Preis lassen sich diese unter Zeitdruck abbauen und verkaufen? Angefangen bei spezialisierten Produktionslinien und Maschinen über Büroausstattungen, Computern, über den Fuhrpark sowie den vorhandenen Material- und Warenbeständen bis hin zur betriebsinternen Cafeteria bedarf es Spezialisten um diese Fragen zu klären.

Timelines und Prozesse definieren sind das A & O

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Wenn ein Standort oder ein Betrieb geschlossen werden muss, sind also zunächst all diese Werte zu bemessen. Und dazu ist es in einem ersten Schritt erforderlich, Timelines festzulegen und Prozesse zu definieren. Zu den Prozessen gehören beispielsweise die Planung von möglichen Verlagerungen innerhalb des Unternehmens, aber auch das frühzeitige Management zum Handling und Verkauf sämtlicher nicht mehr selbst nutzbarer Assets. Maßgebliche Milestones hierbei sind das tatsächliche Produktionsende sowie die Räumung der Immobilie. In diesem oftmals eng gesteckten Zeitrahmen ist es unabdingbar, auch Faktoren wie die für die Demontage der Anlagen benötigte Zeit mit in den Verkaufsplan und die Preisfindung einzubeziehen.

Unternehmen, die eine möglichst reibungslose Abwicklung anstreben, sollten sich bereits früh professionelle Hilfe suchen und mit in das Projektteam zur Standortschließung einbinden. So können bspw. Entscheidungen über eine interne Verlagerung bereits frühzeitig vorgenommen und im Rahmen eines Asset Management Programms durch das Auktionshaus bereits vor dem Produktionsende organisiert werden . Auch kann das Auktionshaus aufgrund seiner Erfahrung im Hinblick auf eine besenreine Übergabe des Objekts bei der Auswahl und Einbindung von Entsorgungsunternehmen beraten oder die Sicherung des oftmals brachliegenden Industrie-Objekts organisieren. Das Auktionshaus berät von Beginn an, wo Erlöse generiert und wo Kosten reduziert werden können.

Ein erfolgreicher Verkauf erfordert Know-how und langjährige Erfahrung

Im ersten operativen Schritt geht es um die Aufnahme und Bewertung des Inventars, das versteigert werden soll. Es ist hilfreich, wenn das Auktionshaus über eine große Datenbank mit laufend aktualisierten Vergleichspreisen sowie über Sachverständige verfügt. Es ist zudem von Vorteil, wenn es auf ein größeres Team an Projektmanagern und Gutachtern zurückgreifen kann, um auch zeitkritische Aufträge schnell durchführen zu können. Diese Manpower ist durchaus notwendig wenn denn nicht nur leicht verkaufbare Bestände in den Verkauf aufgenommen werden, sondern sich das Auktionshaus auch zutraut, schwer verkäufliche Maschinen, Büroinventar und ähnliches mit in den Verkauf zu nehmen. Oftmals wird hier durch eine clevere Vermarktung ein guter Teil des Verkaufserlöses realisiert.

Im nächsten Schritt geht es um die professionelle Vermarktung der oftmals heterogenen Assets. Wenn in einem Verkauf spezielle Fertigungsmaschinen, zugleich aber auch Gabelstapler sowie Büroinventar angeboten werden, so müssen zeitgleich mehrere Zielgruppen im Marketing angesprochen werden. Ein Dilemma, das nur Auktionshäuser lösen können, welche neben dem klassischen Marketing auch ein automatisch ausgesteuertes Online-Marketing anbieten können, um die richtige Information an eine Vielzahl potentieller Käufer auszuspielen. Unabdingbar ist hierbei eine internationale Bewerbung. Denn was in Deutschland im Rahmen der Digitalisierung der Industrie ausgesondert wird, kann in anderen Ländern aufgrund eines Entwicklungsrückstandes noch sehr gefragt sein.

Professionelles Projektmanagement und automatisierte Abrechnung

Je größer ein Standort ist, umso komplexer sind die Strukturen. Auch wenn eine Standortschließung ein Sonderprojekt ist, sind viele Abteilungen an einem solchen Prozess beteiligt wie beispielsweise Finance, die IT, der Einkauf, die technische Leitung, das Objektmanagement oder die Rechtsabteilung. Um sich nahtlos in die bestehenden Prozesse einzubinden muss ein Auktionshaus flexibel sein und über qualifiziertes Personal verfügen, um dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen.

Einer dieser Prozesse ist eine vollautomatisierte Fakturierung im Namen und Auftrag des Kunden, so dass der Auftraggeber gar einen kompletten Prozessschritt auslagern kann und nach dem Verkauf nur noch eine auf seine Buchhaltung angepasste Projektabrechnung erhält. Mit inbegriffen ist hier ebenfalls eine Exportkontrolle sowie zollrechtliche Prüfungen.

Kompetent und sensibel den letzten Schritt gehen

So traurig eine Standort- oder Betriebsschließung auch sein mag, sie sollte mit äußerster Professionalität durchgeführt werden, um das Maximum an Liquidität zu generieren und das Projekt fristgerecht abzuschließen. Zum anderen ist bei der Umsetzung hohe Sensibilität erforderlich, um auf die Mitarbeiter Rücksicht zu nehmen, die im Begriff sind, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Da Unternehmen bei diesem letzten Schritt die Erfahrung fast immer fehlt, ist es sinnvoll, externe Hilfe bereits früh hinzuzuziehen

Quellennachweis: Frank Engel (Frank Engel ist Geschäftsführer der deutschen Niederlassung von Troostwijk (www.troostwijkauctions.com/de/).

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Über Troostwijk
Seit 1930 ist Troostwijk am Markt tätig und heute europäischer Marktführer im Bereich von Online-Industrieversteigerungen. Jährlich werden rund 500.000 Artikel versteigert und Bewertungen für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen durchgeführt: Metall, Holz und Hochbau, Tiefbau, Lebensmittel, Hightech und Prozessindustrie. Das Unternehmen hat 16 Niederlassungen in Europa und Käufer in über 127 Ländern. Troostwijk ist der Überzeugung, dass jede Sache einen Wert besitzt. Das Unternehmen verfügt über die besondere Expertise, diesen Wert zu ermitteln und das Kapital zu generieren. Dabei hat Troostwijk den Anspruch, den bestmöglichen Marktpreis zu erzielen und zugleich schnell, sicher und transparent zu sein. Da es bei Werten immer auch um Menschen geht, werden Respekt und Nachhaltigkeit vom Unternehmen großgeschrieben. Bemerkenswerte Auktionen der letzten Zeit: der niederländische Zirkus Renz, Fujitsu Technologies Solution Paderborn, DPF-Produktion der Saint-Gobain, FrieslandCampina, Imtech und Kathrein.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

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