Herr Dr. Leppelmann, die Deutsche Wurlitzer GmbH feiert in diesem Jahr ihren 55. Geburtstag. Wie gelingt es Ihnen, mit Ihrem Traditionsunternehmen immer am Puls der Zeit zu sein?
Als Automatenhersteller liegt unsere Stärke in den Bereichen Engineering und Entwicklung. Wir setzten auf innovative Produkte, ohne unsere Tradition aus den Augen zu verlieren. Unsere Aufgabe ist es, den sich ändernden Kundenbedürfnissen entgegenzukommen und die entsprechende Hardware dafür zu liefern. Dafür stehen wir im ständigen Kontakt mit unseren Kunden und haben interne Innovationsprozesse implementiert.

Welche allgemeinen Trends sehen Sie derzeit auf dem Vending-Markt?

Grundsätzlich sehen wir einen stabilen Markt, getragen von Trends wie „to go“ oder den geänderten Erwartungen der Verbraucher an die Verfügbarkeit von Convenience-Produkten. Ein echter Wachstumsmarkt kann der allgemeine Trend zu einer immer stärkeren Vernetzung sein, wenn es gelingt, daraus sinnvolle Konzepte für das Vending zu generieren. Die Anbindung von Smartphones an das Operator-Geschäft ist dafür ein gutes Beispiel.

Ein wichtiger Markt bleibt auf lange Sicht das Public Vending. Wie kommen Sie den spezifischen Anforderungen nach? Ich denke da vor allem an Witterungsbedingungen und Vandalismus.

Wurlitzer bietet eine ganze Reihe von Features, um den Anforderungen an Automaten im öffentlichen Raum nachzukommen. Der Schutz vor Wettereinflüssen, Vandalismus und Diebstahl sind dabei die zentralen Faktoren. Unser Public Vending- und Outdoor-Package liefert die notwendige Schutzausstattung. Das Package beinhaltet unter anderem Wand- und Bodenbefestigungen, UV-geschützte Sicherheitsverglasung, Anti-Graffiti-Lackierung sowie einbruchsichere Münzeinwurf- und -ausgabefächer. Ausgerüstet mit der führenden Sicherheitstechnik können unsere Public Vending-Automaten problemlos beispielsweise auf Bahnhöfen, in Schwimmbädern oder auf Autobahnraststätten betrieben werden. In Deutschland, Skandinavien und Polen sind sie sogar schon in Zügen zu finden.

Quelle: Seidl PR & Marketing GmbH

Quelle: Seidl PR & Marketing GmbH

Der Vending-Markt ist ein Käufermarkt. Welche Mehrwerte bieten Sie Ihren Kunden?

In all den Jahren, die wir jetzt schon auf dem Markt sind, ist Wurlitzer nicht zu einem Massenhersteller geworden, sondern eine leistungsfähige Manufaktur geblieben. Unsere Automaten sind individuell konfigurierbar. So können wir sehr flexibel auf Kundenwünsche eingehen und dennoch kurze Lieferzeiten garantieren. Wir punkten außerdem durch sinnvolle Sonderausstattungen und ein farbenfrohes Design. Viele Kunden nutzen unsere individuellen Werbemöglichkeiten mit Produktabbildungen und Logos. Als Sonderausstattung erhalten unsere Kunden die Möglichkeit, die Ausgabefächer flexibel zu bestücken. Das Warenliftsystem transportiert empfindliche Verpackungen aus dem Warenfach bis ins Ausgabefach. Die Fächer aus hochwertigem Edelstahl sind nicht nur ein Qualitätsmerkmal, sondern bieten auch optisch eine attraktive Warenpräsentation. Dafür sorgen außerdem die LED-Beleuchtung und ein großes Schaufenster. Viele Module sind dabei optional wählbar, so dass der Kunde nur das bezahlt, was er auch benötigt.

Für welche Produkte eignen sich Ihre Automaten am besten?

Die flexible Bestückung der Spiralautomaten ermöglicht es, den Kunden ein vielfältiges Warensortiment anzubieten – von Snacks und Getränken, über Drogerieartikel und Souvenirs bis hin zu technischem Zubehör, wie Kopfhörer oder Speicherkarten für den Fotoapparat. Unser Can-/Bottle-Modul für Dosen und PET-Flaschen kann flexibel und stufenlos verstellt werden und eignet sich so für Verpackungen unterschiedlicher Größe. Durch unsere Zweizonen-Kühlung ist es sogar möglich, Waren, die gekühlt werden müssen und solche, für die eine Kühlung nicht erforderlich ist, in einem Gerät anzubieten. So werden unsere Automaten auch gerne in Hofläden und Fleischereien eingesetzt, die auf diese Weise rund um die Uhr frische Waren anbieten können. Gerade in der Grillsaison wird das sehr gut angenommen. Auf der anderen Seite sorgen unsere Heizsysteme dafür, dass die Produkte bei Minusgraden nicht einfrieren.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung für die Zukunft?

Unser Unternehmen ist für die Herausforderungen der Zukunft sehr gut aufgestellt. Wir haben mit der vendCom einen Vertriebspartner an unserer Seite, der sich zusätzlich um die Vermarktung unserer Produkte vor allem in der DACH-Region kümmert. Ziel ist es, auch in Osteuropa neue Märkte zu bedienen und weiterhin flexibel auf Änderungen des Nutzerverhaltens einzugehen. Dank starker Partner an unserer Seite kann sich die Deutsche Wurlitzer ganz ihrem Kerngeschäft widmen: der Entwicklung optisch attraktiver und technisch innovativer Verkaufsautomaten.

Quelle: Seidl PR & Marketing GmbH

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Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou
Despina Tagkalidou ist Mitglied in der MiNa-Redaktion und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer.
Mail: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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