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Prototyping: Diese Strategien können Sie anwenden

Prototypen haben in der Industrie ihren festen Platz. Doch nicht nur dort, sondern auch in anderen Bereichen der Unternehmenswelt kommen sie zum Einsatz. Ob sie im Betrieb Anwendung finden, hängt aber nicht nur von der Branche, sondern ebenso von der Strategie ab, mit der der Unternehmer den Prototyp einsetzt.

Produkt durch den Prototypen greifbar machen

Foto: Pixabay.com
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Unter einem Prototyp verstehen Unternehmer die Repräsentation eines Systems oder Produktes. Dabei ist es möglich, sich nur auf die Darstellung von Teilen zu konzentrieren, oder das System als Ganzes darzustellen.

Es verliert dadurch seinen abstrakten Charakter und wird für alle Beteiligten greifbar. Das geplante Produkt oder System lässt sich durch die Anfertigung des Prototyps erleben, seine Funktion überprüfen und dadurch Vor- und Nachteile erkennen. Die verschiedenen Abteilungen im Unternehmen, die an der Erstellung des Produktes beteiligt sind, können ihre Erkenntnisse mitteilen und gemeinsam an der Entwicklung arbeiten. So lassen sich bereits im Vorfeld wichtige Funktionen überprüfen und verbessern, wodurch der Betrieb im Zweifelsfall viel Geld spart.

Bei der Herstellung eines Prototypens gibt es im Wesentlichen zwei Herangehensweisen:

  1. Das Endprodukt steht bereits fest. Der Prototyp ist in diesem Fall geeignet, um sich an die bestmögliche Version des Endproduktes heranzutasten.
  2. Das Endprodukt steht noch nicht fest. Der Prototyp ist die erste Idee. Von diesem Standpunkt aus entwickeln die Beteiligten es in jeder Phase weiter, um so zum Endprodukt zu gelangen.

Strategien, um Prototypen einzusetzen

Vor allem wenn es sich um komplexe Systeme handelt, gibt es unterschiedliche Strategien, die beim Prototyping zum Einsatz kommen.

  1. Entwickler, die einen Überblick über das gesamte System haben wollen, greifen im Allgemeinen zu den sogenannten horizontalen Prototypen. Der Vorteil an dieser Strategie ist, dass sich mit einem horizontalen Prototyp leichter erkennen lässt, ob alle Funktionen für den Nutzer ersichtlich sind. Um solche Modelle herzustellen, bieten sich häufig Stereolithographie Verfahren
  2. Bei vertikalen Prototypen geht es nicht um die Gesamtheit, sondern um das Detail. Im Vordergrund steht hierbei, herauszufinden, ob sich die Funktion problemlos durchführen lässt. Im Entwicklungsprozess kommt es dadurch durch eine stetige Verbesserung, da der Prototyp entweder optimiert wird und ins nächste Stadium gelangt oder sein Ende findet.
  3. Stellt ein Unternehmen einen Aufgaben-orientierten Prototyp her, geschieht dies mit der Absicht, mit dem Prototypen eine spezielle Aufgabe darzustellen.
  4. Ähnlich wie bei einem Aufgaben-orientierten Prototyp geht es beim Szenario-basierten Prototyp um die Lösung von speziellen Aufgaben. Allerdings ist bei dieser Strategie das Erleben des Nutzers unter realistischen Bedingungen zu beachten. Er soll System oder Produkt in Situationen benutzen, wie er später das Endprodukt nutzen würde.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter [email protected] in der Redaktion erreichbar.
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