Schaffen Sie es, in Ihrer internationalen Kommunikation den richtigen Ton zu treffen? Und haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie hoch Ihre Ausgaben für Übersetzungen sind? Jeder will im globalen Exportzirkus mitspielen, hat sich aber meistens noch nicht damit beschäftigt, wie man Übersetzungen verbessern, nachhaltig managen und dabei noch Kosten sparen kann. Lone Colding Wolf hat das Übersetzungsbüro 24translate  zum Online-Marktführer gemacht. Im Interview verrät die gebürtige Dänin, wie sie ihren Kunden hilft, international erfolgreich zu sein.

Frau Wolf, Sie sind selbst ein international agierender Mittelständler mit sechs Tochtergesellschaften im Ausland. Wie gehen Sie mit dem Thema Globalisierung um?
Globalisierung ist das Fundament unseres Daseins (lacht). Sie war schon unser Geschäft, bevor wir selbst international expandiert sind. Inzwischen bedienen wir mehr als 50 Sprachen und greifen auf 7.000 Fachübersetzer zurück. Wir haben also tagtäglich mit Kunden und Übersetzern auf der ganzen Welt zu tun. Für mich ist es ein Traumjob, mit einem multikulturellen Team zu arbeiten und Kunden in ihrer internationalen Kommunikation zu beraten.

 

Welche Herausforderungen stellen sich speziell für den Mittelstand in Bezug auf internationale Kommunikation?


Ich versuche, das einmal mit einem einfachen Beispiel zu erklären. Sie können eine noch so schöne Website mit einem sehr guten deutschen Text erstellen – wenn die Übersetzungen keine gute Qualität haben, dann macht das im Ausland einen äußerst schlechten Eindruck. Deshalb liegt die Herausforderung vor allem darin, die Qualität der internationalen Kommunikation zu sichern. Das gilt gerade für mittelständische Betriebe, da sie nicht in jedem Exportland eine Niederlassung haben.

Ist Übersetzung nicht gleich Übersetzung?
Übersetzungsfehler können fatale Folgen haben. Stellen Sie sich komplexe Verträge vor oder internationale Marketingkampagnen. Wenn zum Beispiel in der Marktforschung etwas missverständlich übersetzt ist, dann können Sie mit den Ergebnissen nichts mehr anfangen. Oder schlimmer noch: Die Ergebnisse führen Sie auf die falsche Fährte und Ihr Produkt wird zum Ladenhüter.

Kann denn sprachliche Qualität wirklich „sicher“ sein?
Wir haben eine eigene Firma gegründet, die sich schwerpunktmäßig mit IT-gestützter Qualitätssicherung beschäftigt. Unser Ziel ist es, dass Mensch und Maschine so voneinander lernen, dass so gut wie alle Fehler ausgeschlossen werden können. Denn was die Software einmal gelernt hat, vergisst sie niemals. Wenn der Kunde also beispielsweise seine Firmenterminologie definiert, wird diese mit Sicherheit eingehalten. Dafür sorgt das Programm. Eine Terminologiedatenbank stellt zudem sicher, dass kein Wissen verloren geht.

Wie funktioniert das?
Ein Beispiel: Im Englischen gibt es für „Kunde“ die Übersetzung „customer“ und „client“. Wenn eine Firma wünscht, dass nur mit „client“ übersetzt wird, dann wird das im System hinterlegt. Wenn dann der Übersetzer versehentlich „customer“ benutzt, bekommt er automatisch einen Hinweis. Auch wenn ein Unternehmen unterschiedliche Terminologien für unterschiedliche Zielgruppen wünscht, kann die Verwendung automatisch gesichert werden. Bei technischen Ausdrücken ist das oft der Fall. Da gelten für Ingenieure andere Begriffe als für Endverbraucher.

Also eine automatische Übersetzung?
Technologie kann niemals einen Übersetzer ersetzen. Denn Sprache ist ein dynamisches Gebilde. Sie lebt und hat viele Facetten. Nur der Mensch schafft es, ihr einen unverwechselbaren Stil zu geben. Es gibt ja auch Botschaften, die zwischen den Zeilen stehen. Wie sollten sie von Software erkannt werden? Wir können von Glück sagen, dass Übersetzen immer menschlich bleiben wird. Das macht unseren Job auch so interessant. Ich finde es umso faszinierender, dass Software beim Übersetzen so sehr helfen kann. Letztlich sind IT-gestützte Übersetzungen einfach besser, zeitsparender und damit wirtschaftlicher.

Wirtschaftlichkeit ist ein gutes Stichwort. Wodurch kann man bei Übersetzungen sparen?
Bei einer durchschnittlichen Übersetzung von 150 Euro fallen beim Auftraggeber umgerechnet mehr als 100 Euro für Prozesse an, die „drumherum“ stattfinden. Damit ist die Beschäftigung mit Aufgaben gemeint, die mit einer Übersetzung einhergehen wie die Nachbearbeitung der Texte. Aber auch administrative Vorgänge nehmen viel Zeit in Anspruch. Es müssen Angebote eingeholt und verglichen werden, Aufträge geschrieben, Rechnungen geprüft werden und vieles mehr. Es gibt Lösungen, die diesen Prozess automatisieren.

Was kann man dem Mittelstand zu dem Thema auf den Weg geben?
Wer international tätig ist, der sollte sich den Umgang mit den Übersetzungen in den einzelnen Abteilungen genau anschauen. Mittelständlern ist in der Regel nicht bewusst, wie hoch ihre Übersetzungsvolumina tatsächlich sind und wie ihr Umgang damit verbessert werden könnte. Die nächste Hürde besteht darin, den geeigneten Dienstleister zu finden. Das Angebot ist riesig und die Qualitätsunterschiede ebenso. Prüfen Sie genau, ob hinter dem Übersetzungsbüro kluge Köpfe stecken, die einen hohen Serviceanspruch haben. Sie müssen nicht nur linguistisch auf der Höhe sein, sondern auch in Bezug auf moderne Software und interkulturelle Feinheiten beraten können. Statt Probeübersetzungen anfertigen zu lassen, schauen Sie lieber darauf, ob das Übersetzungsbüro für konstant hohe Qualität bekannt ist.

Link: www.24translate.de

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