Dank neuer Software: Homag erreicht Produktivitätssteigerung und Prozessoptimierung

Im Jahre 1960 gründeten Hornberger und Schuler im Schwarzwald die Hornberger Maschinenbau OHG. Zwei Jahre später markierte die Entwicklung der ersten Kantenanleimmaschine der Welt den Beginn des imposanten Aufstiegs des Unternehmens zum internationalen Marktführer und gefragten Systempartner rund um die Holzbearbeitung.

Heute ist die HOMAG GROUP mit 5.050 Mitarbeitern in zehn Produktions- und 25 Vertriebs- und Servicegesellschaften ein Global Player, der in über 100 Ländern mit einem Weltmarktanteil von ca. 28 Prozent präsent ist.

Überall, wo hohe Präzision bei der Holzbearbeitung gefragt ist, kommen Maschinen der HOMAG Group zum Einsatz. Als Spezialist für Formatbearbeitung und Kantenanleimen werden unter anderem CNC-Bearbeitungszentren für die Möbel- und Bauelementefertigung mit exakt aufeinander abgestimmten Lösungen von der Einzelmaschine bis zur kompletten Fertigungsstraße produziert.

Quellenangabe: offenes Presseportal

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Diese Komplexität erfordert eine effiziente Produktkonfiguration, um im Vertriebsprozess jeweils die Variante festzulegen, die einerseits die Kundenwünsche erfüllt und andererseits soweit wie möglich mit einem Standardbaukasten produzierbar ist.

Für die Angebotserstellung setzte HOMAG seit vielen Jahren die eigenentwickelte Software CAS ein. Die zunehmende Anzahl der Varianten und die Komplexität in der Produktkonfiguration konnten durch diese Lösung jedoch nicht mehr zufriedenstellend abgedeckt werden. Insbesondere beinhaltete die bestehende Lösung keinen regelbasierten Produktkonfigurator, was dazu führte, dass falsch konfigurierte Produkte häufige Änderungen in der Auftragsbearbeitung verursachten.

Ziel ist es, mit der neuen Lösung die Angebote für 80 Prozent aller Maschinen unterstützt durch einen Produktkonfigurator zu erstellen. Dadurch wird der gesamte Vertriebsprozess erheblich verbessert und beschleunigt. Die Angebote werden nicht mehr durch manuelles Zusammenstellen von Preislistenoptionen erstellt. Der Produktkonfigurator ermittelt auf Basis einer genauen, kundenspezifischen Funktionsbeschreibung das beste Angebot für den Kunden. Gleichzeitig wird im Angebotsprozess die Baubarkeit der Maschine sichergestellt. Spätere Angebots- und Auftragsänderungen der angebotenen Funktionen werden durch das detaillierte Regelwerk des Konfigurators reduziert bzw. vermieden. Eine 3D-Visualisierung der angebotenen Maschine fördert zusätzlich die Transparenz beim Kunden. Ferner wird durch die Einführung der neuen Konfigurationslösung die kaufmännische Abwicklung verbessert und die Erstellung von Angeboten im internationalen Vertrieb, insbesondere für den asiatischen Raum, vereinfacht.

Zur Erreichung der ambitionierten Ziele entschied sich HOMAG für den Einsatz der Software-Lösungen camos Quotation und camos Configurator des Stuttgarter Softwareanbieters camos Software und Beratung GmbH. Für vier Produktgruppen wurde eine Pilotphase durchgeführt. Die Funktionen, z.B. Sägen, Verleimen, Bohren, Schleifen usw., jedes Maschinentyps wurden in ihre Funktionseinheiten und -plätze zerlegt. Funktionseinheiten sind der Sammler für kinematisch zusammengehörige Funktionen und Funktionsplätze sind die logischen Orte, auf denen die notwendigen technischen Optionen eingesetzt werden. Basierend auf dieser Struktur wurde das gesamte Konfigurationsmodell für die ausgewählten Maschinen aufgebaut und im Produktkonfigurator abgebildet.

Um die Usability und Akzeptanz des neuen Angebotssystems zu steigern, werden die wichtigsten Funktionsgruppen und -einheiten sowie die Gesamtkonfiguration in einer 3D-Ansicht visualisiert. Der Bearbeiter erkennt übersichtlich den jeweils aktuellen Stand der konfigurierten Maschine und kann durch Zoomen in einzelne Funktionen intuitiv gegebenenfalls zusammen mit dem Kunden die Konfiguration vervollständigen. Für die 3D-Visualisierung wurde mit 3DVIA (Dassault Systems) aus den vorhandenen Konstruktionsdaten ein reduziertes Grafikmodell erzeugt und für die grafische Darstellung der Maschine direkt in der Konfigurationsoberfläche genutzt. So werden Fehler bereits in frühen Phasen der Angebotserstellung vermieden.

Die Software zur Angebotserstellung und Produktkonfiguration der HOMAG GROUP beinhaltet auch die Möglichkeit, Angebote offline im Außendienst zu erstellen und zu bearbeiten. Ferner ist das System in Microsoft CRM integriert. Auch die enge Anbindung an SAP ERP war ein Muss, um die Auftragsdaten zu übergeben und Stücklisten sowie Arbeitspläne zu erzeugen.

Bereits in der Pilotphase zeigte sich, dass die HOMAG GROUP mit der camos-Lösung auf dem richtigen Weg ist. Durch den geringeren Aufwand in der Angebotsphase und insbesondere durch Reduzierung der kundenbedingten Auftragsänderungen geht man davon aus, dass in der Endausbaustufe der ROI nach weniger als einem Jahr erreicht werden kann.

Joachim Kopittke, Leiter Anwendungsentwicklung Vertrieb, ist von der Software überzeugt: Der camos Configurator ist die beste Lösung. Er kann unsere Anforderungen umsetzen, sodass wir unsere Ziele hinsichtlich Produktivitätssteigerung und Prozessoptimierung erreichen. Ein flexibles Variantenmanagement unterstützt den Vertrieb, für jede Aufgabenstellung des Kunden die beste und günstigste Maschine anzubieten.

Quelle: ots

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Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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