Aus dem heutigen Alltag sind Gabelhubwagen kaum mehr wegzudenken. Jeder hat sie schon einmal gesehen, doch wozu dienen diese praktischen Hebehilfen? Wodurch unterscheiden sie sich von anderen Hubmaschinen? Ein Gabelhubwagen wird öfter mit einem Gabelstapler verwechselt. Der wichtigste Unterschied liegt darin, dass beim Stapler ein Gegengewicht notwendig ist. Das Gewicht ist meist hinten an dem Kleinfahrzeug beschäftigt. Außerdem gibt es bei Gabelstaplern meist eine Personenkabine, wo die Person Platz nimmt, die das Fahrzeug bedient. Beim Gabelhubwagen befindet sich der Lastschwerpunkt im Gerät. Bei kleineren Hubwagen geht die bedienende Person einfach nebenher. Das erste Modell dieser Handhubwagen blickt schon auf eine lange Geschichte zurück. Das Gerät wurde im Jahr 148 vom Schweden Ivan Lundquist entwickelt.

Quelle: CheccoRomeo/pixabay.com

Wie ist ein Gabelhubwagen aufgebaut?

Ein Gabelhubwagen ist ein vergleichsweise einfaches Gerät. Nimmt man ihn auseinander, ergeben sich rund 120 Einzelteile. Grundsätzlich sind drei Bauelemente hervorzuheben:

  • Die Lenkdeisel: damit wird das Gerät gesteuert, man kann die Gabeln anheben, steuern und absenken, in diesem Element befinden sich zum Beispiel die Räder oder die Hydraulikpumpe
  • Die Gabel: besteht aus den Zinken und dem Gabelkopf
  • Das Fahrgestell: hier sind Verbindungen zur Lenkdeichsel und der Gabel ebenso zu finden wie die Lastrollen

Die einfache Bauweise mit den wenigen Teilen bietet den Vorteil, dass man keine Probleme damit hat, Ersatzteile zu bekommen. Gabelhubwagen kommen in der Regel mit geringem Wartungsaufwand aus. Außerdem kann man den Umgang mit einem kleineren Modell schnell erlernen. Das System ist simpel, man steuert den Gabelhubwagen unter die Palette mit der zu bewegenden Last, betätigt die Pumpe und hebt damit die Last, rollt zum Zielort und lässt das Gewicht mit Hilfe der Pumpe wieder zu Boden. Die Anwendung ist schnell erklärt. Wichtig ist, dass man den richtigen Lastschwerpunkt wählt. Hat man vorher noch nie einen Gabelhubwagen bedient, sollte man sich jedoch von einer fachkundigen Person einschulen lassen um Unfälle zu vermeiden.

Wo werden Gabelhubwagen eingesetzt?

Die Einsatzorte sind unterschiedlich. Heute werden die praktischen Geräte in der Industrie, im Handel, auf Baustellen und im privaten Bereich eingesetzt. Nahezu jeder Supermarkt verfügt über einen Gabelhubwagen, um Paletten mit Waren vom Lager in den Verkaufsraum zu transportieren. Aus Baumärkten und dem Gartenfachhandel sind Gabelhubwagen ebenfalls nicht wegzudenken. Bei der großen Vielfalt der Produkte kommt kaum ein Unternehmen im Handel ohne Hubmaschinen aus. Auf Baustellen sind manchmal Geländehubwagen zu sehen. Diese Modelle sind mit breiten Luftreifen mit tiefem Profil ausgestattet. Geländehubwagen werden auf unebenen Böden, geschotterten Wegen oder Wiesen gerne verwendet. Als weiteres Sondermodell sind Hubwagen mit eingebauter Waage zu nennen. Diese Geräte sind überall dort praktisch, wo Waren nach Gewicht und nicht nach Stückzahl verkauft werden. Im privaten Bereich kommen Hebemaschinen zum Beispiel beim Umzug zum Einsatz. Damit lassen sich schwere Kartons oder Möbel problemlos in einen Umzugswagen einladen. Wer technisch nicht sehr versiert ist, sollte sich beim Kauf oder beim Mieten eines Hubwagens beraten lassen. Die Modelle haben nämlich unterschiedliche Tragelasten. Befördert man Gegenstände, die schwerer sind als das höchst zugelassene Gewicht des gewählten Modells, kann es zu schweren Unfällen kommen. Beim Bedienen eines Gabelhubwagens sollte immer die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet sein. Für den privaten Bereich eignen sich manuelle Hubwagen besonders gut. Diese Modelle sind relativ günstig zu haben. Wer einen Gabelhubwagen mit elektrischem Antrieb kaufen möchte, muss etwas mehr investieren. Die Kosten sind von der Hubkraft, von der Größe des Geräts, von der Hebehöhe und eben vom Antrieb abhängig.

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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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