Für viele Unternehmen ist die Buchführung in Verbindung mit dem verpflichtenden Jahresabschluss nicht mehr als ein lästiges Übel. Gerade der Mittelstand und die kleinen Unternehmen kritisieren den zeitlichen und personellen Aufwand, den diese Tätigkeiten mit sich bringen. Zudem sind Komplexität und häufige Änderungen die Fakten, die die Buchhaltung häufig zusätzlich erschweren. Outsourcing kann die ersehnte Entlastung im unternehmerischen Alltag bieten. Der folgende Überblick zeigt Vor- und Nachteile auf.

Rechtssicherheit das A und O

Foto: ARKM Bildarchiv

Ein Hauptgrund für das Outsourcing der Buchhaltung ist deren rechtskonforme Umsetzung. Denn die Buchführung ist Grundlage für den Jahresabschluss aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz und hat hohe steuerrechtliche Relevanz. Fehler können Konsequenzen unangenehmster Art nach sich ziehen. Hierzu kommt, dass das Steuerrecht nicht nur komplex ist, sondern auch immer wieder Änderungen aufweist. So beschreibt unter anderem die DATEV auf ihrer Webseite die geplanten Kontenrahmenänderungen für 2019.

Existenzgründer profitieren oft besonders

Outsourcing lohnt sich für die meisten Unternehmen, die sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren möchten. Insbesondere Existenzgründer, die mitten im zukunftsorientierten Aufbau ihres Unternehmens stehen, profitieren aber ganz besonders. Sie können sich oft weder eine Buchhaltungsfachkraft leisten, noch haben sie Know-how und Zeit, diese Aufgaben selbst zu erledigen. Für viele ist das Auslagern der Buchführung eine Möglichkeit, das Rechnungswesen erfahrenen Experten anzuvertrauen.

Die Vorteile des Outsourcings

Aufwand senken. Auf diese Formel sind die Vorzüge von Buchhaltungs-Outsourcing zu reduzieren. Der Aufwand, der durch das Auslagern minimiert wird, zeigt sich in unterschiedlichen Facetten.

Der personelle Aufwand für eine Buchhaltungsfachkraft und deren Büroausstattung kann durch Outsourcing nach Bedarf eingespart werden. Dies ist der Hauptvorteil, der viele Unternehmen zum Outsourcing des Rechnungswesens veranlasst. Damit verknüpft ist auch finanzieller Aufwand. Denn ein Buchhaltungsbüro kann sowohl ganzjährig als auch temporär bei Auftragsspitzen oder Ausfällen beauftragt werden, während ein Mitarbeiter am Gehaltszettel des ganzen Jahres erscheint. Hinzu kommt der zeitliche Aufwand. Gerade wenn der Chef oder wichtige Mitarbeiter selbst die Buchhaltung erledigen sollen, sind Kapazitäten für die eigentlichen Kompetenzen des Unternehmens viel besser zu nutzen. Auch der Fortbildungsaufwand darf nicht unterschätzt werden. Werden Änderungen relevant, ist Einarbeitung Pflicht, während ein Buchhaltungsbüro dies ohne Mehraufwand umsetzt.

Die Nachteile des Outsourcings

Die Nachteile betreffen nicht jedes Unternehmen und sind im Rahmen einer Aufwand-Nutzen-Analyse sorgfältig abzuwägen. Nachteilig können sein:

– Kosten eines Buchhaltungsbüros
– lange Wartezeit auf Unterlagen
– wechselnde Ansprechpartner
– Fehler bei Datenübermittlungen
– keine Spezialisierung auf unternehmenseigene Belange

Das richtige Buchhaltungsbüro entdecken

Betriebe, die Buchhaltung übernehmen, gibt es viele am Markt. Doch die richtige Wahl spielt eine große Rolle. Ein seriöses Unternehmen wird beispielsweise immer zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch bereit sein und auch entsprechende Referenzen vorlegen können. Die digitale Übermittlung von Unterlagen ist Pflicht für ein Buchhaltungsbüro, das seinen Kunden rasche und zuverlässige Abwicklung bieten will. Maßnahmen rund um den Schutz personenbezogener Daten sind seit DSGVO-Einführung am 25. Mai 2018 ohnehin unverzichtbar und sollten in ihrer konkreten Umsetzung transparent dargelegt werden können. Zudem hat ein professionelles Buchhaltungsbüro selbstverständlich Kompetenzen, die auf einer fundierten Ausbildung auf diesem Gebiet fußen.

Fazit: Outsourcing kann sich lohnen

Wer keine eigene Abteilung Rechnungswesen im Unternehmen hat, profitiert von Outsourcing vielfach. Wichtig ist die Auswahl der richtigen Experten, damit Vorteile eventuelle Nachteile deutlich überwiegen. Der Hauptvorteil ist in jedem Fall die Konzentration auf die Kernkompetenzen, die den Umsatz und damit den Erfolg des Unternehmens sicherstellen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: