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Berlin, eine beliebte Stadt für Start Ups & co.

Wer in Deutschland ein Start-up gründet, der richtet seinen Blick mit großer Wahrscheinlichkeit auf Berlin. Keine andere Stadt in der Bundesrepublik ist bei jungen Unternehmensgründern so beliebt wie die Hauptstadt. So sprachen sich im Sommer bei einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom beispielsweise fast drei Viertel für Berlin aus, als sie gefragt wurden, welche Stadt in Deutschland ideal für ein Start-up ist. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Hamburg und München, jedoch mit 14 und 9 Prozent weit abgeschlagen.

Das ideale Umfeld

Für Berlin als erfolgreiche Gründerstadt sprechen gleich mehrere Punkte. Zum einen kombiniert die deutsche Hauptstadt eine sehr gute Infrastruktur mit hoher Lebensqualität und vergleichsweise geringen Mieten und Lebenserhaltungskosten. Gerade die beiden letzteren Punkte stellen für Start-ups in Städten wie Hamburg oder München eine deutlich größere Hürde da. Allerdings hat die Nachfrage nach Immobilien auch in Berlin zu einem stetigen Ansteigen von Mieten geführt. Mit der Hilfe von Gewerbemaklern wie gewerbeimmobilien.jll.de lassen sich jedoch nicht selten trotzdem gute Büro- und Industrieimmobilien aufspüren.

Abgesehen von den guten Voraussetzungen in Hinblick auf Infrastruktur und Kosten hat sich Berlin einige starke Strukturen für Start-ups geschaffen. In der Stadt gibt es mittlerweile ein sehr gutes System, durch das Investoren und Gründer sehr schnell zu einander finden. Dies zeigt sich beispielsweise auch in der Finanzinfrastruktur. Viele große deutsche Banken haben mittlerweile Gründerzentren in der Stadt und somit Anlaufstellen für Start-ups direkt vor Ort.

National und international beliebt

Die große Beliebtheit von Berlin als Gründerstadt wird noch deutlicher, wenn man die Meinungen der Start-ups vor Ort einbezieht. Deutlich über 90 Prozent der in Berlin ansässigen Start-ups hält die eigene Stadt für die beste Wahl. In München liegt dieser Wert lediglich bei 40 Prozent. Zudem kommt in jedem Jahr eine Vielzahl an neuen Unternehmungen dazu. Im Schnitt erfolgten in Berlin im Jahr 2014 fünf Gründungen pro 1000 Erwerbstätige. Der deutsche Durchschnitt liegt dagegen nur bei drei Gründungen. Hamburg kommt gerade einmal auf die Hälfte des Berliner Wertes. Diese hohe Zahl schlägt sich am Ende auch wirtschaftliche Struktur der Stadt nieder. Berlin ist wie nur wenige andere Städte durch kleine Firmen geprägt. Knapp 90 Prozent der Unternehmen in der deutschen Hauptstadt sind jünger als 15 Jahre und haben weniger als 15 Mitarbeiter.

Populär ist die deutsche Hauptstadt dabei nicht nur bei Gründern in Deutschland. Auch im Ausland erfreut sich Berlin einer großen Popularität. Dem Global Startup Ecosystem Ranking steht Berlin aktuell auf Platz 9 der Städte, die vielversprechende Voraussetzung für ein Start-up bieten. Keine andere deutsche Metropole hat es in Ranking aus 20 Städten geschafft.

Veröffentlicht von:

Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter [email protected] in der Redaktion erreichbar.
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