Büroflächen werden in Deutschland immer knapper. Gründe sind die positive Konjunkturentwicklung, der kontinuierliche Anstieg an Bürojobs sowie eine unzureichende Bautätigkeit. Angesichts der sich daraus ergebenden Konsequenzen wird eine professionelle, innovative Bürosuche zunehmend wichtiger. Worin besteht sie?

Den Daten des »Statistischen Bundesamtes« zufolge, ist das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum vorausgehenden Quartal – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,6 Prozent gewachsen. Der deutschen Wirtschaft geht es also insgesamt prächtig; entsprechend gründungs- und investitionsfreudig geben sich angehende wie etablierte Unternehmer. Dies spiegelt sich auch in den sprudelnden Steuereinahmen wider, sodass sogar trotz solch unerwarteter Kosten, wie der drohenden Steuerrückzahlung der Bundesregierung an die Atomkonzerne im Zuge der jüngst vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Kernbrennstoffsteuer im oberen einstelligen Milliardenbereich, die sogenannte »schwarze Null« des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble nicht gefährdet sei, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Sinkende Leerstandsquoten erschweren Bürosuche

Foto: Bildarchiv ARKM

Doch der Wohlstand auf der einen führt zum Missstand auf der anderen Seite: Zwar geht es den Unternehmen in Deutschland gut – die bestehenden wachsen, neue entstehen -, allerdings zeichnet sich schon seit Jahren eine eklatante Verknappung der Büroflächen ab. Die Leerstandsquoten sinken beständig. So lag die Leerstandsquote in Hamburg im ersten Quartal 2016 bei 4,9 Prozent; in 2013 waren es noch 6,3. In Berlin und Stuttgart schwebte die Leerstandsquote dagegen bereits in 2013 bei 4,9 Prozent; heute befindet sie sich auf einem Tiefstand von 2,9 Prozent in Stuttgart und nur noch 2,7 Prozent in Berlin. Demgegenüber steigt der Bedarf an Büros stetig an, da zum einen immer mehr Jobs entstehen, die nur im Büro verrichtet werden können und zum anderen nicht genügend neue Flächen erschlossen und zur Verfügung gestellt werden. Anlog zu diesen Entwicklungen steigen auch Mietpreise. Wer auf der Suche nach einem passenden Büro bzw. nach passenden Büroflächen ist, sieht sich somit vor eine immer schwieriger werdende Aufgabe gestellt. In Anbetracht dieser Situation ist es nicht nur sinnvoll, sondern nahezu unabdingbar, auf neue, effizientere Suchkonzepte zu setzen.

Online-Immobiliensuche und persönliche Beratung kombinieren

Ein zukunftsfähiges Konzept kann dabei zum Beispiel in einer Kombination aus einer Online-Immobiliensuche und einer persönlichen Beratung durch einen lokalen Immobilienberater bestehen, wie es etwa von der Plattform »bürosuche.de« lanciert wird. Wer ein Büro sucht, weil er vielleicht ein Unternehmen gründen oder wer nur aus einem zu klein gewordenen Büro in ein größeres ziehen möchte, kann sich dabei sowohl selbstständig an der Suche beteiligen, als auch auf die Expertise eines ortskundigen Immobilienexperten setzen. Dies erscheint insofern vorteilhaft, als dass viele Unternehmer über keinen adäquaten Überblick über die Büromarktentwicklung verfügen, da sie sich in der Regel nur alle drei bis zehn Jahre mit der Suche von Büroräumlichkeiten beschäftigen.

Wie das Magazin »inpuncto« berichtet, sei insbesondere hinsichtlich konkreter Gesuchswünsche wie Lage, Größe und Mietpreis eine professionelle Immobiliensuche aufgrund tendenziell diffuser Marktverhältnisse für den Mieter kaum mehr alleine zu realisieren – zumal eine Entspannung der Marktlage infolge fehlender Projekte und Flächenentwicklungen in naher Zukunft nicht absehbar wäre. Ein guter Immobilienmakler kennt demgegenüber die lokalen Immobilienmärkte sehr gut. Er überblickt nicht nur das offiziell ausgeschriebene Angebot, sondern weiß auch bezüglich geplanter Projekte und alternativer Optionen bzw. Interimslösungen bestens Bescheid. Schließlich lässt sich auf diese Weise auch das Risiko minimieren, im Falle drängender Zeit, unliebsame Kompromisse eingehen zu müssen, bei denen man unter Umständen ein Büro anmieten muss, das nur unzureichend dem Anforderungsprofil entspricht..

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de

Ihr Kommentar zum Thema

Veröffentlicht am: